Während Aufräumarbeiten: Helfer in Flutgebieten beschimpft und mit Müll beworfen

Berlin - Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerks (THW) sind bei ihrem Einsatz in westdeutschen Flutgebieten mitunter unfreundlich empfangen worden.

Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) helfen bei Aufräumarbeiten nach der Unwetterkatastrophe in Ahrweiler.
Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) helfen bei Aufräumarbeiten nach der Unwetterkatastrophe in Ahrweiler.  © Alexander Mann/THW/dpa

"Das geht dann soweit, dass unsere Helferinnen und Helfer beschimpft werden", sagte die Vize-Präsidentin des THW, Sabine Lackner, am Samstag im RTL/ntv-"Frühstart".

"Wenn sie mit Einsatzfahrzeugen unterwegs sind, werden sie mit Müll beschmissen", fügte Lackner hinzu.

Hinter den Angriffen seien vor allem Querdenker oder Menschen aus der Prepper-Szene, die sich als Betroffene der Flutkatastrophe ausgäben, sowie einige frustrierte Flutopfer.

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Teils seien die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit auch von Menschen gefilmt worden, die sich nicht als Pressevertreter erkenntlich gemacht hätten, sagte Lackner.

Es seien noch keine Einsätze wegen der Vorfälle abgebrochen worden, doch die Situation sei für die ehrenamtlichen Helfer psychisch belastend.

"Ich bin unseren Einsatzkräften unendlich dankbar, dass sie recht unerschrocken weitermachen", so Lackner.

Update, 15.50 Uhr: Polizei liegen noch keine Informationne vor

Die Polizei Koblenz zeigte sich bestürzt über die Berichte. "Sollte die Polizei von einem solchen Vorfall Kenntnis erhalten, werden wir sofort und mit aller Entschiedenheit dagegen vorgehen", schrieb sie am Samstag auf Twitter. Derzeit könne die Polizei in Koblenz die Schilderungen aber "in keiner Weise" bestätigen. "Wir selbst haben erst aus den Medien von diesem angeblichen Vorfall erfahren und dies sofort beim THW und unseren Polizeikräften überprüft", so die Polizei.

Auch der Polizei in Nordrhein-Westfalen sei kein Vorfall in diese Richtung bekannt, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle am Samstag. "Uns liegen dazu keine Informationen vor."

Titelfoto: Alexander Mann/THW/dpa

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