182 Schusswaffen in der Hand von Reichsbürgern und Selbstverwaltern in Sachsen-Anhalt

Magdeburg - Nach Erkenntnissen der Landesregierung von Sachsen-Anhalt sind derzeit 182 Schusswaffen im Land bei sogenannten Reichsbürgern und Selbstverwaltern registriert.

25 Reichsbürger und Selbstverwalter sind in Sachsen-Anhalt bekannt - diese sind im Besitz von insgesamt 182 Schusswaffen. (Symbolbild)
25 Reichsbürger und Selbstverwalter sind in Sachsen-Anhalt bekannt - diese sind im Besitz von insgesamt 182 Schusswaffen. (Symbolbild)  © Jochen Lübke/dpa

Das teilte die Fraktion der Linken im Landtag am Freitag mit Verweis auf die Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage mit. Zugleich seien derzeit 25 Personen bekannt, die die Regierung den sogenannten Reichsbürgern und Selbstverwaltern zurechne.

Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik als Staat und dessen Gesetze und Behörden nicht an.

Die Antworten der Landesregierung zeigten, dass Reichsbürger konstant in Sachsen-Anhalt aktiv seien, erklärte Henriette Quade (37), innenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion.

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Insbesondere die Bewaffnung sei besorgniserregend, da die Zahlen auch nur jene Waffen wiedergeben, die ordnungsgemäß registriert wurden - "über illegal beschaffte Waffen können sie keine Auskunft geben".

182 legale Schusswaffen in Händen von Reichsbürgern - darunter 60 Kurz- und 122 Langwaffen - seien eine Gefahr.

Die enorme Zahl der Waffen und über 5000 Schuss Munition in den Händen vergleichsweise weniger Personen sprechen zudem für gezielte Bewaffnung, statt für Zufälle. Die Entwaffnung der Szene müsse deutlich entschiedener vorangetrieben werden.

Titelfoto: Jochen Lübke/dpa

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