Anzeige wegen Tierquälerei: PETA verklagt Halterin eines Weißbüschel-Äffchens

Magdeburg - Ende Dezember kam es in einem Wohnhaus in Magdeburg zu einem Großbrand, bei dem die Feuerwehr ein Weißbüscheläffchen retten musste. Jetzt verklagt die Tierschutzorganisation PETA die Halterin des Affen.

Dieses kleine Weißbüscheläffchen wurde im Dezember aus einem brennenden Mehrfamilienhaus gerettet.
Dieses kleine Weißbüscheläffchen wurde im Dezember aus einem brennenden Mehrfamilienhaus gerettet.  © Thomas Schulz

Bei dem Feuerwehreinsatz am 30. Dezember konnten aus dem Mehrfamilienhaus nicht nur Ratten und Kaninchen, sondern auch ein Affe gerettet werden. Er wurde wieder in die Obhut seiner Halterin gegeben.

Die Tierschutzorganisation PETA bekam von dem Vorfall Wind und stellt jetzt Anzeige: Sie prangern an, dass das Äffchen allein gehalten wurde. In der Wildnis würden Affen in Gruppen von bis zu zehn Tieren leben und eine Einzelhaltung wäre somit Tierquälerei.

Außerdem seien die Gehegebedingungen, sowie "die besonderen Pflege- und Ernährungsanforderungen nicht erfüllt" worden, so die Organisation in einer Pressemitteilung.

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PETA fordert nun in ihrer Strafanzeige, dass das Tier beschlagnahmt und artgerecht untergebracht werden soll. Außerdem soll gegen die Besitzerin ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden.

Die Staatsanwaltschaft äußerte sich bisher noch nicht zu dem Vorfall, schreibt die "Volksstimme".

Titelfoto: Thomas Schulz

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