Arbeitsagentur meldet: Hunderte Flüchtlinge aus der Ukraine konnten vermittelt werden

Halle/Magdeburg - In Sachsen-Anhalt kommt die Vermittlung ukrainischer Flüchtlinge in Beschäftigung und Qualifizierung laut Arbeitsagentur gut voran.

Über 5000 Menschen aus der Ukraine sind bei Jobcentern in Sachsen-Anhalt gemeldet.
Über 5000 Menschen aus der Ukraine sind bei Jobcentern in Sachsen-Anhalt gemeldet.  © Sebastian Kahnert/dpa

Seit Juni wurden rund 410 Menschen direkt in Erwerbstätigkeit und Ausbildung vermittelt, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur mitteilte.

Eine geförderte Beschäftigung haben den Angaben zufolge seit Juni rund 2270 Ukraine-Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt begonnen. Dazu zählten auch berufliche Weiterbildungsmaßnahmen oder Sprachkurse.

"In den Teams der Arbeitsvermittlung sind in einigen Jobcentern Sprachmittler, Muttersprachler, eingestellt worden", sagte der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens in Magdeburg.

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Denn es gehe um das beiderseitige Verstehen. Zudem gibt es eine Dolmetscherhotline der Bundesagentur. Im September waren 5200 Menschen aus der Ukraine in Sachsen-Anhalt bei den Jobcentern gemeldet, im Juni waren es rund 2800.

Insgesamt 78.900 Menschen waren im September in Sachsen-Anhalt als arbeitslos registriert.

Flüchtlinge sollen entsprechend ihrer Qualifikationen vermittelt werden

Die Vermittlung von Kriegsflüchtlingen liefe gut, teilte die Agentur für Arbeit mit. (Symbolbild)
Die Vermittlung von Kriegsflüchtlingen liefe gut, teilte die Agentur für Arbeit mit. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Eine Sprecherin der Regionaldirektion verwies darauf, Flüchtlinge aus der Ukraine seien erst kurz in Sachsen-Anhalt. Angesichts des russischen Angriffskrieges, der im Februar begann, seien Menschen, die ihre Heimat verlassen hätten, traumatisiert und bedürften menschlicher Begleitung.

Zudem sprechen etliche kein Deutsch und nicht jeder Arbeitsvermittler Ukrainisch. Es seien meist Frauen mit kleinen Kindern nach Sachsen-Anhalt geflüchtet. Sie benötigen auch einen Kita-Platz, um eine Beschäftigung aufnehmen oder eine Weiterbildung antreten zu können.

Ziel sei es, die Menschen ihrer beruflichen Qualifikation entsprechend zu vermitteln. "Das heißt, wer Pädagogin in der Ukraine war, sollte hier als Lehrerin arbeiten können und nicht auf einen Hilfsjob angewiesen sein", sagte sie.

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Flüchtlinge aus der Ukraine werden in Deutschland seit dem 1. Juni von den Jobcentern betreut. Sie erhalten Leistungen der Grundsicherung. Zuvor galt für sie das Asylbewerberleistungsgesetz.

Laut Innenministerium sind bisher gut 28.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine direkt in den Landkreisen und kreisfreien Städten aufgenommen worden. Darunter seien etwa 2800 Kinder im Kindergarten- und 6800 Kinder im schulpflichtigen Alter.

Titelfoto: Bildmontage: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa, Sebastian Kahnert/dpa

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