BASF will Produktionsstandort in Leuna schließen: 100 Jobs betroffen!

Leuna - Der Chemiekonzern BASF will seinen Produktionsstandort in Leuna bis zum 30. April 2022 schließen.

Das spezielle Kunststoff-Granulat soll künftig an den drei verbleibenden BASF-Standorten hergestellt werden.
Das spezielle Kunststoff-Granulat soll künftig an den drei verbleibenden BASF-Standorten hergestellt werden.  © Waltraud Grubitzsch/zb/dpa

Damit soll die Herstellung von speziellem Granulat aus Kunststoff künftig auf drei Standorte in Deutschland konzentriert werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Betroffen von der geplanten Schließung seien rund 100 Mitarbeiter. Die Produktion soll in den verbleibenden Anlagen der BASF in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz), Schwarzheide (Brandenburg) und Rudolstadt (Thüringen) erfolgen. Das Granulat wird zum Beispiel in der Automobilindustrie verwendet.

BASF kündigte an, mit dem Betriebsrat in Leuna unverzüglich Verhandlungen über die geplante Standortschließung aufnehmen zu wollen. Es gehe um einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan, um wirtschaftliche Nachteile der betroffenen Arbeitnehmer abzumildern, heißt es in der Mitteilung.

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Leuna ist eng mit der Geschichte der BASF verbunden. In deren Auftrag wurde der Industriestandort 1916 als Ammoniakwerk Merseburg gegründet, wie ein Sprecher der Infraleuna GmbH sagte. Heute arbeiten am Standort Leuna gut 10.000 Menschen in 100 Firmen.

Die Infrastrukturgesellschaft vermarktet das 1300 Hektar große Industriegelände, das nach 1990 im Zuge des Strukturwandels der ostdeutschen Chemie entstand.

Titelfoto: Waltraud Grubitzsch/zb/dpa

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