Nach Wassereinbruch: Besucherbergwerk Wettelrode öffnet wieder

Wettelrode - Nach einem Wassereinbruch im Besucherbergwerk Wettelrode (Landkreis Mansfeld-Südharz) im Frühjahr gibt es ab Mittwoch (10. August) wieder reguläre Besucherführungen.

Nach einem Wassereinbruch soll das im Besucherbergwerk Wettelrode nun wieder für Führungen geöffnet werden.
Nach einem Wassereinbruch soll das im Besucherbergwerk Wettelrode nun wieder für Führungen geöffnet werden.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Einrichtung ist nach Wartungsarbeiten wieder komplett mit Bergbaumuseum und Schaubergwerk von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.

"An den Stationen der Standardstrecke werden Gästen und Familien hautnah die Arbeitsbedingungen der Bergleute erklärt", sagte Gästeführer Thomas Wäsche. "Dazu gehört auch die Fahrt mit der Grubenbahn."

Bislang gab es nur für Gruppen nach Voranmeldung die Möglichkeit, für Bergbautouren zwischen fünf und acht Stunden in den Schacht einzufahren.

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"Mit der kompletten Wiedereröffnung hofft das Schaubergwerk, an die Besucherzahlen der Jahre vor der Pandemie anknüpfen zu können", sagte Wäsche. Vor Corona kamen jährlich rund 25.000 Menschen in das Schaubergwerk Wettelrode.

"Besonders jetzt, bei den hochsommerlichen Temperaturen, ist ein Besuch unter Tage bei konstant 14 Grad sehr angenehm", sagte der Gästeführer.

Das über dem Bergwerk vorhandene natürliche Grundwasserreservoir war Ende Februar durch ein ausgewaschenes Loch, ein sogenannter Karsteinbruch, in die Schaustrecke gelangt, wobei es zu einer zeitweisen Überschwemmung kam. Das Wasser sei langsam gestiegen, es habe keine Gefahr für Menschen bestanden.

Nicht nur zu Fuß oder per Grubenbahn, sondern auch im Kanu, kann man sich das Besucherbergwerk ansehen.
Nicht nur zu Fuß oder per Grubenbahn, sondern auch im Kanu, kann man sich das Besucherbergwerk ansehen.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Vor rund 800 Jahren wurde im Mansfelder Land begonnen, nach Kupfererz zu graben. In Wettelrode arbeiteten die Bergleute mit Unterbrechungen von 1871 bis 1990. Das eiserne Fördergerüst von 1885 ist zusammen mit der Fördermaschine von 1922 die älteste funktionierende Anlage Deutschlands.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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