Betrug, Fälschung, Täuschung: Cyberkriminalität in Sachsen-Anhalt auf dem Vormarsch

Magdeburg - Die Zahl der Cyber-Straftaten hat sich in den vergangenen Jahren in Sachsen-Anhalt deutlich erhöht.

Die Cyberkriminalität in Sachsen-Anhalt steigt stetig an.
Die Cyberkriminalität in Sachsen-Anhalt steigt stetig an.  © Oliver Berg/dpa

Die Straftaten im engeren Sinne stiegen nach Angaben des Landeskriminalamtes im vergangenen Jahr auf rund 6000.

2018 registrierten die Beamten des Landes rund 3700 solcher Straftaten, die sich gegen "das Internet, informationstechnische Systeme oder deren Daten" richteten.

Die Zahl der Straftaten, bei denen das Internet als Tatmittel eingesetzt wurde, erhöhte sich zwischen 2018 und 2020 von 11.600 auf etwa 15.400.

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Der "Deliktsbereich des Waren- und Kreditbetruges" nehme aktuell den größten Raum ein, erklärte ein LKA-Sprecher.

Als Beispiel nannte er betrügerische Tradingplattformen. Diese würden über Online-Anzeigen die Kunden dazu bewegen, Geld zu überweisen, meist unter dem Vorwand sie würden eine lukrative Anlage erwerben.

Täter sind oft hochprofessionelle Banden oder Organisationen

Verlangten die Kunden ihr Geld zurück, würden sie vertröstet, zu weiteren Zahlungen überredet oder gar bedroht.

Weitere typische Formen der Internetkriminalität sind laut LKA-Sprecher "Fälschungen beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung, Datenveränderung und Computersabotage sowie das Ausspähen und Abfangen von Daten". In solchen Fällen handele es sich zumeist um Täter, die hochprofessionellen Banden oder Organisationen zuzurechnen seien.

Die Geschädigten seien häufig Unternehmen, Institutionen oder Behörden.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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