Bundestagsabgeordneter Diaby nach Tod von George Floyd: Opfer von Rassismus müssen gehört werden

Halle (Saale) - Der Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby (58, SPD) aus Halle hat gefordert, von Rassismus betroffene Menschen mehr in Diskussionen über das Thema einzubeziehen. 

SPD-Politiker Karamba Diaby (58) im Bundestag.
SPD-Politiker Karamba Diaby (58) im Bundestag.  © Kay Nietfeld/dpa

"Es wäre glaubwürdiger, wenn mehr direkt Betroffene zu Wort kämen", sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung". 

Das Thema Rassismus werde seiner Meinung nach breit und angemessen diskutiert. In öffentlichen Debatten kämen jedoch vor allem Experten und Wissenschaftler zu Wort.

Die Situation in den USA verfolgt Diaby "mit großer Besorgnis". Die Gesellschaft sei tief gespalten. "Die Schwarzen stellen einen großen Teil der Bevölkerung. Dieser kann nicht auf Dauer diskriminiert bleiben", erklärte der Bundestagsabgeordnete. 

Es sei positiv, dass unter anderem viele US-Unternehmen ein Zeichen gegen Rassismus setzten und somit US-Präsidenten Donald Trump Kontra gäben.

Diaby ist Bundestagsabgeordneter für Halle, Kabelsketal, Landsberg und Petersberg. Der aus Senegal stammende Sozialdemokrat war bereits selbst Ziel rassistischer Angriffe.

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd (†46) während eines Polizeieinsatzes gehen seit Tagen in den USA Tausende Menschen auf die Straßen, um für ein Ende von Polizeigewalt, Rassismus und Ungleichheit zu demonstrieren.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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