Dauert länger und wird teurer: Wann soll der neue Citytunnel in Magdeburg in Betrieb gehen?

Magdeburg - Der Bau des Magdeburger City-Tunnels am Hauptbahnhof dauert länger und wird teurer - jetzt liegen neue Zielwerte vor. 

Die Fertigstellung des Magdeburger Citytunnels hat sich immer weiter verzögert. (Archivbild)
Die Fertigstellung des Magdeburger Citytunnels hat sich immer weiter verzögert. (Archivbild)  © DPA

Der Bau, der ursprünglich bereits im Oktober 2019 abgeschlossen sein sollte, könnte nun Ende 2022 fertig sein, wie die Landeshauptstadt mitteilte. 

Nach bisheriger Hochrechnung seien für das Großbauprojekt mit Tunnel, Bahnbrücken, Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Straßenbahngleisen Gesamtkosten von rund 198 Millionen Euro absehbar. Die Stadt trage davon rund 80 Millionen Euro. 

Zuletzt waren die Gesamtkosten mit etwa 139 Millionen Euro angegeben worden, ursprünglich waren es mal 40 Millionen Euro.

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Nach langen Verhandlungen habe sich die Stadtverwaltung mit dem Hauptauftragnehmer des Projekts auf neue Fertigstellungstermine und Vergütung geeinigt. 

Eine Beschlussvorlage zur geänderten Finanzierung sei erarbeitet worden. Der Stadtrat solle darüber am 5. November entscheiden. 

Mit der Bestätigung würde die Stadt langwierige und teure Streitverfahren umgehen können, hieß es. Weitere Verzögerungen um mehrere Jahre können so vermieden werden.

Das 2015 begonnene Bauvorhaben "Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee" wurde nötig, weil marode Eisenbahnbrücken der Deutschen Bahn ersetzt werden mussten. 

Darunter entsteht ein Tunnel für den Autoverkehr. Oberirdisch bleibt Platz für Straßenbahnen sowie Radfahrer und Fußgänger. 

Ziel war, das verkehrstechnische Nadelöhr an der Ernst-Reuter-Allee zu entschärfen.

Titelfoto: DPA

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