Debatte im Landtag: Ministerpräsident Haseloff warnt vor latentem Antisemitismus

Magdeburg - Mit klaren Worten haben sich CDU, Linke, SPD, Grüne und die Landesregierung im Landtag von rechtem Terror und von Antisemitismus distanziert.

Sachsens Ministerpräsident Reiner Haseloff am Mittwoch am Magdeburger Landtag.
Sachsens Ministerpräsident Reiner Haseloff am Mittwoch am Magdeburger Landtag.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

"Allen muss klar geworden sein, welche Gefahren vom Rechtsextremismus ausgehen", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) am Donnerstag in einer Landtagsdebatte zum ersten Jahresgedenken an den rechtsterroristischen Anschlag von Halle vorigen Freitag. "Wir müssen alle gemeinsam für ein offenes Klima der Toleranz und gegenseitige Achtung sorgen."

Haseloff warnte davor, den Anschlag als singuläres Ereignis zu verharmlosen, der Antisemitismus sei auch nach 1945 nicht aus Deutschland verschwunden. 

"Nichts kommt aus dem Nichts", sagte Haseloff. "Hitler war kein Betriebsunfall. Was einmal möglich war und geschehen ist, bleibt denkbar", warnte der Regierungschef. 

Haseloff und die Redner von CDU, Linken, SPD und Grünen dankten außerdem ausdrücklich für das ehrenamtliche Engagement in der Erinnerung an den Anschlag von Halle und im Kampf gegen Rechts insgesamt.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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