DLRG warnt nach tödlichen Badeunfällen: "Im Notfall zählt jede Sekunde"

Halle (Saale) - Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Sachsen-Anhalt hat die Menschen angesichts der Sommerferien eindringlich vor dem Baden in unbewachten Gewässern gewarnt.

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) rät eindringlich zum Baden an bewachten Orten. In diesem Jahr gab es schon sechs tödliche Badeunfälle in Sachsen-Anhalt. (Symbolbild)
Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) rät eindringlich zum Baden an bewachten Orten. In diesem Jahr gab es schon sechs tödliche Badeunfälle in Sachsen-Anhalt. (Symbolbild)  © Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Die Situation werde oftmals unterschätzt, sagte DLRG-Landesgeschäftsführer Holger Friedrich. Nicht nur Seen oder Kiesgruben seien unberechenbar, auch für geübte Schwimmer.

Wichtig sei es, nur dort zu baden, wo es ausgebildetes Personal gebe wie in Freibädern oder an bewachten Badeseen, wo es entsprechend Rettungsschwimmer gebe.

"Kreuzgefährlich sind Flüsse, dort sollte man wirklich nicht baden", sagte Friedrich. Die Wasseroberfläche sei trügerisch. Durch die Strömung des Flusses könne man sehr schnell abgetrieben werden, Strudel könnten die Rettung an das Ufer extrem erschweren.

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Ein Fluss habe mitunter Fließgeschwindigkeiten von mehreren Metern pro Sekunde, warnte er.

Besondere Aufmerksamkeit gelte generell den Kindern. "Man muss immer die Augen aufhaben", sagte der DLRG-Landesgeschäftsführer.

Eltern, Aufsichtspersonen und alle anderen dürften nicht wegschauen und müssten auch handeln. "Im Notfall zählt wirklich jede Sekunde", sagte er.

Nicht an Eintrittsgeldern für Freibäder sparen!

Hinzu komme, dass in der Corona-Pandemie Schwimmkurse für Kinder verschoben wurden und Schwimmhallen schließen mussten. Kinder hätten so weniger als sonst die Möglichkeit bekommen, schwimmen zu lernen oder auch in der Freizeit ihr Können zu verbessern.

In den Sommerferien will die DLRG daher auch gemeinsam mit Vereinen Projekte ermöglichen, um dies nachholen zu können.

Der DLRG-Landeschef appellierte zugleich an die Menschen, nicht an den Eintrittsgeldern für die Bäder zu sparen. Die Gesellschaft beobachte mit großer Sorge eine "Flucht" von Badegästen an unbewachte Gewässer, insbesondere Seen, aber auch an Flüsse.

In Sachsen-Anhalt habe es bereits sechs tödliche Badeunfälle in diesem Jahr gegeben.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

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