Dreist! Unbekannte entsorgen eine Tonne Asbest mitten im Wald

Burg (bei Magdeburg) - Aufgrund nachgewiesener Gesundheitsschäden ist der Einsatz des Faserstoffs Asbest heutzutage in der EU verboten. Das scheint manchen Menschen jedoch egal zu sein, wie ein erschreckender Fund in einem Wald in Sachsen-Anhalt zeigt.

Asbest war als Baustoff lange beliebt. Daher findet sich der Stoff auch noch in und an vielen Immobilien. (Symbolbild)
Asbest war als Baustoff lange beliebt. Daher findet sich der Stoff auch noch in und an vielen Immobilien. (Symbolbild)  © Florian Schuh/dpa

Ein Jagdpächter hatte der Polizei am gestrigen Samstagvormittag gegen 9.30 Uhr die illegale Entsorgung des Schadstoffes in dem Waldgebiet Madel/Stegelitz nahe Burg gemeldet. Das teilte die Polizeiinspektion Stendal am Sonntag mit.

Demnach haben die Beamten bei der Begehung des Tatortes schätzungsweise eine Tonne Asbest gefunden.

Aufgrund dieser großen Menge sei davon auszugehen, dass der oder die Täter einen Lastwagen verwendet haben müssen, um den Stoff dorthin zu transportieren.

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Den Angaben der Beamten zufolge muss sich das Delikt am vergangenen Freitagnachmittag zwischen 12 und 18 Uhr ereignet haben.

Es wurde Anzeige erstattet. Außerdem ist die fachgerechte Entsorgung des Sonderabfalls veranlasst worden.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu Tat, Tätern oder einem auffällig im besagten Wald verkehrenden Lkw geben können, sich beim Polizeirevier Jerichower Land unter Tel. 03921-9200 zu melden.

Wegen seiner Langlebigkeit wurde Asbest hierzulande noch bis in die 1990er Jahre für viele Produkte verwendet, hauptsächlich im Bauwesen. Erst 1993 wurde es in Deutschland, zu Beginn des neuen Jahrtausends in der EU verboten. Dennoch sind bis heute viele belastete Materialien noch nicht entsorgt worden.

Titelfoto: Florian Schuh/dpa

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