Dreister Betrug: Hunderte Verfahren wegen gefälschten Impfpässen eingeleitet

Magdeburg - Ungeimpfte haben zu vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aufgrund der 2G-Regelung kaum noch Zugang. Einige Menschen greifen deshalb zu gefälschten Impfpässen. Das Landeskriminalamt sieht die Entwicklung mit Sorge.

Durch Einschränkungen durch die 2G-Regel kommt es immer häufiger zu gefälschten Impfpässen.
Durch Einschränkungen durch die 2G-Regel kommt es immer häufiger zu gefälschten Impfpässen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Wegen des Verdachts auf Impfpass-Fälschungen laufen in Sachsen-Anhalt Hunderte Verfahren. Etwa 150 Fälle seien im vergangenen Jahr aufgenommen worden, teilte ein Sprecher das Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt mit.

Dazu gehörte größtenteils die Nutzung gefälschter Impfpässe. Hinzu kamen Fälle, bei denen die Pässe hergestellt, verkauft oder im Internet angeboten würden.

"Eine steigende Tendenz lässt sich aus den Zahlen leicht ablesen", sagte der LKA-Sprecher.

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Sachsen-Anhalt 46 "Z"-Symbole in Sachsen-Anhalt im Zusammenhang mit Ukraine-Krieg

Zum Jahresende seien vermehrt solche Vergehen festgestellt worden. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Fallzahlen schnell sinken würden, führte der Sprecher aus.

Tendenziell sei eher mit einer Zunahme der Delikte zu rechnen.

Fälschungen fallen besonders in Apotheken auf

Da in den Apotheken täglich gefälschte Impfnachweise vorgelegt würden, um an ein digitales Zertifikat zu kommen, fielen besonders hier Fälschungen auf.

Ob der zunehmenden Gereiztheit und Gewaltbereitschaft einiger Menschen sei laut LKA eine "gewisse Zurückhaltung" bei den Apothekern gegenüber den Kunden nur verständlich.

Es sei einfach zu fordern, beim Feststellen eines vermeintlichen Betruges mit einer Anzeige bei der Polizei zu reagieren.

Etwa 150 Fälle des Betrugs wurden im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt aufgenommen.
Etwa 150 Fälle des Betrugs wurden im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt aufgenommen.  © 123rf/phartisan

"Aber das funktioniert nur in der Theorie", betonte der Sprecher.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Gollnow/dpa, 123RF/phartisan

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