Ein Jahr nach Halle-Anschlag: Demokratie-Konferenz zum Jahrestag geplant

Halle/Magdeburg - Zum ersten Jahrestag des rechtsextremen und antisemitischen Terroranschlags von Halle ist neben Gedenkveranstaltungen auch eine Demokratie-Konferenz geplant.

Ein Jahr nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Halle, bei dem zwei Menschen getötet worden sind, sollen zahlreiche Veranstaltungen sowie eine Demokratie-Konferenz den Opfern gedenken. (Archivbild)
Ein Jahr nach dem rechtsextremistischen Anschlag von Halle, bei dem zwei Menschen getötet worden sind, sollen zahlreiche Veranstaltungen sowie eine Demokratie-Konferenz den Opfern gedenken. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Dabei soll es um aktuelle Forschungsbefunde gehen, Strategien zur Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus sollten entwickelt werden, teilte das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration am Sonntag in Magdeburg mit.

Es seien Vertreterinnen und Vertreter jüdischer Gemeinden und Organisationen eingeladen, Angehörige der Opfer und Betroffene des Attentats sowie Engagierte aus der Zivilgesellschaft.

Dabei seien auch der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, und der Antisemitismusbeauftragte des Bundes, Felix Klein.

Coronabedingt könne nur ein kleiner Teil an Interessierten im Stadthaus Halle dabei sein. Die Veranstaltung werde per Live-Stream übertragen.

Am 9. Oktober 2019 hatte ein schwer bewaffneter Mann vergeblich versucht, in eine Synagoge einzudringen, in der mehr als 50 Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen (TAG24 berichtete).

Am Tattag erschoss der Mann eine 40 Jahre alte Passantin, tötete beim Angriff auf einen nahe gelegenen Döner-Imbiss einen 20-Jährigen und verletzte und traumatisierte zahlreiche weitere Menschen, ehe er nach rund eineinhalb Stunden gefasst wurde. Gegen Stephan Balliet läuft am Oberlandesgericht Naumburg der Prozess.

"Mit dem gemeinsamen Erinnern und Gedenken bekennen sich die Partner der Jüdischen Gemeinde, der Zivilgesellschaft sowie des Bundes und des Landes zu der gemeinsamen Verantwortung, Antisemitismus und Rassismus zu ächten, Wachsamkeit zu üben und derartigen Angriffen präventiv den Nährboden zu entziehen", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

Zum Gedenken an die Geschehnisse und die Opfer sind bis zum 9. Oktober und am Jahrestag selbst zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

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