Gedenkstätte in Lützen zeigt ab 2023 Massengrab von 1632

Lützen - Im Museumsneubau in Lützen (Burgenlandkreis) wird im nächsten Jahr das monumentale Massengrab aus der Schlacht von 1632 gezeigt.

Die Gedenkstätte Lützen erinnert an den Tod des schwedischen Königs.
Die Gedenkstätte Lützen erinnert an den Tod des schwedischen Königs.  © Jan Woitas/dpa

Es handelt sich um einen präparierten Block mit den Skeletten von 47 Soldaten. Das Grab wurde 2011 komplett geborgen, wiegt rund 1,6 Tonnen und ist derzeit im Landesmuseum Halle eingelagert.

"Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine ist es wichtig, gerade jetzt ein Zeichen zu setzen", sagte der stellvertretende Landesarchäologe Alfred Reichenberger.

Die Soldaten stammten überwiegend aus Mittel- und Norddeutschland. Der Jüngste war 14 und der Älteste 50 Jahre alt. In der Lützener Schlacht fielen rund 10.000 Soldaten.

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Die Toten wurden damals geplündert und ohne Kleidung, Waffen und persönliche Gegenstände bestattet. Bislang ist es das einzige Massengrab, das von der Schlacht gefunden wurde.

An der Gedenkstätte Lützen ist bereits der Rohbau für den Museumsneubau "Lützen 1632" fertiggestellt. Ab 2023 soll hier das monumentale Massengrab aus der Schlacht von 1632 gezeigt werden.
An der Gedenkstätte Lützen ist bereits der Rohbau für den Museumsneubau "Lützen 1632" fertiggestellt. Ab 2023 soll hier das monumentale Massengrab aus der Schlacht von 1632 gezeigt werden.  © Jan Woitas/dpa

Zu den Opfern der Lützener Schlacht gehörte auch der schwedische König Gustav II. Adolf (1594-1632). Er wurde später in Stockholm beigesetzt.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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