"Erbärmlich und nicht akzeptabel": Steinwurf auf Feuerwehrmann löst Wut und Kritik aus

Halberstadt - Nachdem ein Feuerwehrmann in Halberstadt (Harz) während eines Einsatzes angegriffen wurde, richten sich die Kameraden und Kameradinnen nun mit einem Appell an die Bürger.

Am Donnerstag warf ein Unbekannter mit einem Stein nach einem Feuerwehrmann im Einsatz. (Symbolbild)
Am Donnerstag warf ein Unbekannter mit einem Stein nach einem Feuerwehrmann im Einsatz. (Symbolbild)  © 123rf/federicofoto

Wie die Feuerwehr auf ihrer Website berichtete, ereignete sich der Vorfall am vergangenen Donnerstag, als die Einsatzkräfte in die Maxim-Gorki-Straße zu einem Brand ausrücken mussten.

Ein Kamerad stand bei der Wasser-Entnahmestelle bereit und wartete dort auf das Kommando des Maschinisten, um das Standrohr zu bedienen.

Dann ging alles ganz schnell: Aus einer Personengruppe, die von der Polizei schon mehrmals hinter die Absperrung verwiesen worden war, flog ein Stein auf den Feuerwehrmann.

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Als die Polizei auf die Attacke aufmerksam wurde, floh die Gruppe, bestehend aus etwa zehn Personen, von der Einsatzstelle.

"Angriffe auf Feuerwehrangehörige sind ziemlich erbärmlich und nicht akzeptabel", wetterte die Feuerwehr in ihrer Mitteilung. "Sie zeugen von keinerlei Wertschätzung und Anerkennung unserer Arbeit."

Künftig sollen auf solche Aktionen rechtliche Schritte folgen. Das gilt übrigens auch für die Behinderung der Feuerwehr-Arbeit, wie die Missachtung von Barrieren: "Halten Sie sich an Absperrungen und Anweisungen der Feuerwehr! Das sorgt nicht nur für Ihre Sicherheit, sondern auch für die unserer Einsatzkräfte!"

Oberbürgermeister von Halberstadt bezeichnet die Tat als "dumm und feige"

Auch Daniel Szarata (38, CDU), der Oberbürgermeister von Halberstadt, hat sich zu dem Steinwurf auf den Feuerwehrmann geäußert: "Diese Dummheit war ein Angriff auf die gesamte Feuerwehr und ist nicht zu akzeptieren oder zu tolerieren", lauten seine klaren Worte. "Auch wenn der Vorfall dieses Mal glimpflich ausgegangen ist, wer weiß, was hätte passieren können oder bei weiteren Vorfällen passieren wird."

Egal ob Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst - alle Einsatzkräfte sollten respektiert und in ihrer Arbeit unterstützt werden: "Bitte behindern Sie nicht die Arbeit der Rettungskräfte, denn sie riskieren ihr Leben, um unseres zu retten."

Jeder Angriff auf Rettungskräfte, Feuerwehrangehörige und Polizeibeamtinnen und -beamte sei "ein Angriff auf den Rechtsstaat" und werde "konsequent strafrechtlich verfolgt", so der Sprecher des Ministeriums in Sachsen-Anhalt.

Titelfoto: 123rf/federicofoto

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