Hilfesystem gegen Gewalt an Frauen wird stärker unterstützt

Magdeburg - In das sachsen-anhaltische Hilfesystem für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, fließt in diesem Jahr mehr Geld.

Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne (60, SPD) teilte mit, das mehr in das Hilfesystem investiert wird.
Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne (60, SPD) teilte mit, das mehr in das Hilfesystem investiert wird.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Es sei gelungen, die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel um über eine Million auf 5,17 Millionen Euro zu erhöhen, erklärte Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne (60, SPD) am Montag in Magdeburg.

"Mit der besseren Finanzierung erfüllen wir mehr als einen bloßen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag. Vielmehr setzen wir ein deutliches Signal der Solidarität mit betroffenen Frauen. Es braucht verlässliche Unterstützung für Frauen und Mädchen, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind."

Das zusätzliche Geld werde eingesetzt für eine angemessene, tarifgerechte Bezahlung der Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern und Frauenzentren. Frauenhäuser mit mindestens acht Plätzen erhielten eine halbe Personalstelle zusätzlich.

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Auch weitere Beratungsstellen würden personell gestärkt. Im gesamten System könnten nun Dolmetscherleistungen finanziert werden.

Mobiles Team bekommt zusätzliche Unterstützung

Zusätzliche Unterstützung bekommt den Angaben zufolge auch das Mobile Team, das in den 19 Frauenhäusern in Sachsen-Anhalt psychologische Beratungsgespräche für Frauen und Kinder anbietet. Die Psychologinnen sind den Angaben zufolge binnen zwei Wochen vor Ort.

"Die betroffenen Frauen und Kinder haben schreckliche Erfahrungen gemacht. Sie benötigen daher eine schnelle psychologische Stabilisierung, die wir in den Frauenhäusern anbieten können", zitierte das Ministerium eine Mitarbeiterin des Mobilen Teams. Auch die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser würden beraten.

Dieser Projektansatz ist laut dem Sozialministerium bundesweit einmalig. Träger ist die Diakonie Jerichower Land - Magdeburg.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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