Im Harz wird wieder Walpurgisnacht gefeiert: Was hat es mit dem Brauch auf sich?

Wernigerode/Thale/Braunlage - Zwei Jahre sind die Feiern in der traditionellen Walpurgisnacht mit Tausenden Besuchern im Harz ausgefallen. Jetzt soll wieder an die Vor-Corona-Zeit angeknüpft werden.

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause gibt es wieder Walpurgisfeiern im Harz. (Archivbild)
Nach zwei Jahren coronabedingter Pause gibt es wieder Walpurgisfeiern im Harz. (Archivbild)  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

In Schierke am Fuß des Brockens, in Thale, Braunlage und Goslar-Hahnenklee sowie in weiteren Orten des Harzes werden am Samstagabend Tausende Besucher zu Konzerten und Shows, Partys und Umzügen erwartet.

Dort ist ein Mittelalterspektakel im Kurpark mit Handwerkern, Händlern, Tavernen und Gauklern geplant. In mehreren Orten gibt es Feuerwerke, darunter in Braunlage und Schierke.

Die Walpurgisnacht soll nach der heiligen Walburga benannt sein. Goethe hat den literarischen Grundstein für die wilden Feste gelegt - nach einer Brockenbesteigung im Jahr 1777 hielt er im "Faust" das teuflische Treiben fest.

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Nach altem Volksglauben treffen sich in der Nacht zum 1. Mai Hexen auf dem Brocken, auch Blocksberg genannt, um mit dem Teufel zu tanzen und zu feiern. Zudem wird mit viel Geschrei der Winter ausgetrieben und der Frühling begrüßt.

Im Harz sind die Hexen und Teufel los, die Orte sind schaurig geschmückt.
Im Harz sind die Hexen und Teufel los, die Orte sind schaurig geschmückt.  © Matthias Bein/dpa
In Wernigerode erstürmten Kostümierte am Samstagnachmittag symbolisch das Rathaus.
In Wernigerode erstürmten Kostümierte am Samstagnachmittag symbolisch das Rathaus.  © Matthias Bein/dpa

Die Walpurgisnacht ist eine der größten Touristen-Attraktionen des Harzes.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

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