In Bauernhaus gefunden: Bis zu 1500 Jahre alte Maya-Skulpturen gehen an Mexiko und Guatemala zurück

Magdeburg - Insgesamt 13 Maya-Skulpturen, die in einem Bauernhaus in Klötze (Sachsen-Anhalt) entdeckt wurden, sollen an deren Ursprungsländer Mexiko und Guatemala übergeben werden.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) wird am 28. Mai insgesamt 13 entdeckte Maya-Skulpturen am Diplomaten aus Mexiko und Guatemala überreichen.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) wird am 28. Mai insgesamt 13 entdeckte Maya-Skulpturen am Diplomaten aus Mexiko und Guatemala überreichen.  © Ronny Hartmann/dpa

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) werde die Artefakte am Rande der Bundesratssitzung am 28. Mai an Diplomaten aus den beiden Ländern überreichen.

Der ehemalige Besitzer des Hauses hatte die Behörden auf die Spuren der Skulpturen gebracht.

Wie ein Sprecher der Staatskanzlei berichtete, hatte der Mann sich bei der Polizei gemeldet und berichtet, dass er im Jahr 2007 zwei Gewehre aus dem Zweiten Weltkrieg in einer Plastiktonne im Keller des Hauses vergraben habe. Diese gehörten seinen Angaben zufolge seinem Großvater.

Als die Polizei bei dem völlig verblüfften neuen Besitzer des Hauses anrückte, fand sie nicht nur die Waffen, sondern auch die Skulpturen.

Das Land hatte einen Experten mit der Begutachtung der Fundstücke beauftragt. Dieser bestätigte die Echtheit der Stücke, lediglich eine weitere gefundene Figur war seiner Expertise nach eine Kopie.

Die echten Skulpturen sollen bis zu 1500 Jahre alt sein. Dem Gutachter zufolge hätten sie bei einem eventuellen Verkauf eine sechsstellige Eurosumme eingebracht.

Die Artefakte wurden in einem Bauernhaus in Klötze (Sachsen-Anhalt) gefunden - sie sollen bis zu 1500 Jahre alt sein.
Die Artefakte wurden in einem Bauernhaus in Klötze (Sachsen-Anhalt) gefunden - sie sollen bis zu 1500 Jahre alt sein.  © Ronny Hartmann/dpa

Nun aber sollen Mexiko und Guatemala als Vertreter der rechtmäßigen Erben sie zurückerhalten.

Titelfoto: Ronny Hartmann/dpa

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