"Integration findet nicht statt": AfD fordert Sonderklassen für ukrainische Schüler

Magdeburg - Die AfD-Landtagsfraktion fordert, dass ukrainische Schüler in Sachsen-Anhalt längerfristig in "Sonderklassen" unterrichtet werden sollen.

Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Tobias Rausch (32), verkündete einen Antrag auf Sonderklassen für ukrainische Schüler. (Archivbild)
Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Tobias Rausch (32), verkündete einen Antrag auf Sonderklassen für ukrainische Schüler. (Archivbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Ein entsprechender Antrag soll Ende April zur nächsten Landtagssitzung diskutiert werden, bestätigte der parlamentarische Geschäftsführer Tobias Rausch (32) auf Anfrage. "Der Unterricht muss auf Ukrainisch stattfinden", sagte er. Mindestens bis Ende des Jahres müsse man so verfahren, um die "Flüchtlingskinder bestmöglich auf ihre Rückkehr vorzubereiten".

Das Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt setzt dagegen auf Ankunftsklassen. Dort sollen ukrainische Kinder und Jugendliche Sprachbarrieren abbauen und psychosoziale Unterstützung erhalten. Die Klassen sollen als Übergang zur regulären Beschulung dienen.

Das gehe nicht weit genug, kritisierte Rausch am Mittwoch. Er forderte, dass ein Unterricht nach ukrainischem Lehrplan erfolgen müsse und Deutsch ergänzend gelehrt werden solle.

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In dem Antrag der AfD-Fraktion heißt es, "die Sonderklassen bestehen so lange, wie sich schulpflichtige Kinder und Jugendliche aus der Ukraine kriegsbedingt in Sachsen-Anhalt aufhalten. Eine Integration in Regelklassen findet nicht statt".

Ein Übergang in Regelklassen solle nur dann möglich sein, wenn die Deutschkenntnisse "eine problemlose Teilnahme am Regelunterricht ermöglichen". Laut dem Bildungsministerium ist aktuell auch eine sofortige Eingliederung ukrainischer Schüler in Regelklassen möglich.

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