Jagdkurs statt Bundestagsdebatten: Tierschutz-Organisation PETA kritisiert CDU-Politiker

Magdeburg - Nachdem in den vergangenen Tagen aufgedeckt wurde, dass der Bundestagsabgeordnete Tino Sorge (46, CDU) 2020 bei mehreren Bundestagssitzungen fehlte, um stattdessen einen Jagdkurs zu absolvieren, wird er nun scharf von Tierschutzorganisationen kritisiert.

Der Gesundheitspolitiker Tino Sorge (46, CDU) steht nun mit Tierschutzrechtlern im Kreuzfeuer. (Archivbild)
Der Gesundheitspolitiker Tino Sorge (46, CDU) steht nun mit Tierschutzrechtlern im Kreuzfeuer. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

"Statt seinen Pflichten als Bundestagsabgeordneter nachzukommen, lauert er offenbar lieber wehrlosen Tieren im Wald auf", so ein Statement von Peter Höffken, Fachreferent der Tierschutzorganisation PETA.

Weiter heißt es: "Wir fordern Tino Sorge auf, seinen Jagdschein zurückzugeben, um sich künftig mit voller Kraft seinen politischen Aufgaben zu widmen."

Die Tierschutzrechtler fordern außerdem, er solle sich zwischen seinem Jagdhobby und seinem Bundestagsmandat entscheiden.

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"Menschen, die das Töten von Tieren zu ihrer 'Freizeitbeschäftigung‘ machen, sind als Volksvertretung ohnehin fragwürdig", so der Fachreferent abschließend.

Tino Sorge war bei einigen Bundestagssitzungen in 2020 abwesend, um in der Zwischenzeit einen Intensivkurs im Jagen zu absolvieren, und verpasste so einige Debatten, die sich unter anderem auch um die Gesundheitspolitik drehten.

Der Politiker hatte 2020 mehrere Bundestagssitzungen versäumt, da er inzwischen einen Jagdkurs absolvierte. (Symbolbild)
Der Politiker hatte 2020 mehrere Bundestagssitzungen versäumt, da er inzwischen einen Jagdkurs absolvierte. (Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa

Der Bundestagsabgeordnete Sorge äußerte sich bisher noch nicht zu diesen Forderungen.

Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa, Michael Kappeler/dpa

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