Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau: Auch Sachsen-Anhalt erinnert an Opfer

Magdeburg/Halle/Merseburg - Ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag von Hanau wird auch in Sachsen-Anhalt am Freitag daran erinnert.

Bereits im vergangenen Jahr versammelten sich in Halle die Menschen und bekundeten ihre Solidarität mit den Opfern. (Archivbild)
Bereits im vergangenen Jahr versammelten sich in Halle die Menschen und bekundeten ihre Solidarität mit den Opfern. (Archivbild)  © Petra Buch/dpa-Zentralbild/dpa

Wie der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt ankündigte, sind Gedenkveranstaltungen in Halle auf dem Markt, am Hasselbachplatz in Magdeburg (beide 17 Uhr) und in Merseburg (18 Uhr) geplant.

Der migrantische Zusammenschluss "Migrant Voices Halle" organisiert die Kundgebung auf dem Markt in Halle, wie das Multikulturelle Zentrum Dessau mitteilte.

Über 50 Menschen aus Migranten-Communities wollen sich unter Einhaltung der Corona-Regeln versammeln, um auf die alltägliche Bedrohung durch rassistische Straßengewalt und Rechtsterrorismus aufmerksam zu machen.

Am Abend des 19. Februar 2020 hatte im hessischen Hanau ein 43-jähriger Deutscher neun Menschen mit ausländischen Wurzeln getötet. Zuvor hatte der Mann Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.

In Hanau will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag den Angehörigen sein Mitgefühl aussprechen und ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus setzen. Es gibt eine Gedenkveranstaltung, an der auch Überlebende und Angehörige der Opfer teilnehmen.

Auch in Leipzig wird am heutigen Freitag auf drei Kundgebungen der Opfer des Anschlags gedacht (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Petra Buch/dpa-Zentralbild/dpa

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