Jetzt auch in Halle: Polizei richtet Waffenverbotszone ein

Halle (Saale) - Leipzig hat sie schon, nun trifft es auch Halle: Ab Mittwoch wird in Sachsen-Anhalts größter Stadt eine Waffenverbotszone eingerichtet. Die Polizei will damit dem hohen Aufkommen von Straftaten entgegenwirken.

In Leipzig existiert bereits eine Waffenverbotszone im Bereich der Eisenbahnstraße. Nun soll auch ein Waffenverbot für den Bereich des Riebeckplatzes in Halle eingerichtet werden.
In Leipzig existiert bereits eine Waffenverbotszone im Bereich der Eisenbahnstraße. Nun soll auch ein Waffenverbot für den Bereich des Riebeckplatzes in Halle eingerichtet werden.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist in dem betroffenen Bereich das Führen von Waffen im Sinne des Waffengesetzes und auch von Messern mit feststehender oder feststellbarer Klinge mit einer Klingenlänge von über vier Zentimetern verboten.

Die Verbotszone gilt für den folgenden Bereich:

  • Riebeckplatz
  • Einen Teil der oberen Leipziger Straße
  • die Freifläche zwischen Dorotheenstraße, Magdeburger Straße und Riebeckplatz
  • die Freifläche zwischen Merseburger Straße, Riebeckplatz, Delitzscher Straße, Bahngelände und Ernst-Kamieth-Straße (einschließlich Platz des ZOB)
  • den südwestlichen Zugang vom Riebeckplatz zur Merseburger Straße
  • die Unterführung des Riebeckplatzes bis Beginn des Hans-Dietrich-Genscher-Platzes.

Grund für die Einrichtung der Verbotszone ist laut Polizei das erhöhte Aufkommen von Straftaten im Bereich des Riebeckplatzes.

Bis zu 10.000 Euro Bußgeld bei Verstößen

Mit diesen Schildern soll ab Mittwoch die Waffenverbotszone markiert werden.
Mit diesen Schildern soll ab Mittwoch die Waffenverbotszone markiert werden.  © Polizei Halle

Unter anderem sollen in den vergangenen drei Jahren 24 Messerstechereien gezählt worden sein.

Gleichzeitig bildet der Riebeckplatz mit seiner räumlichen Nähe zum Hauptbahnhof und der zentralen Omnibushaltestelle einen zentralen Verkehrsknotenpunkt sowohl für Halles Einwohner als auch Touristen.

Wer gegen das Waffenverbot verstößt, begeht laut Polizei eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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