"Können wir uns nicht leisten": FDP lehnt Nachholen von Feiertagen ab

Magdeburg - Die FDP lehnt den geplanten Vorstoß der sachsen-anhaltischen Linken im Landtag ab, Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, künftig wochentags nachzuholen.

FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack (54) hat sich gegen das Nachholen von Feiertagen ausgesprochen. (Archivbild)
FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack (54) hat sich gegen das Nachholen von Feiertagen ausgesprochen. (Archivbild)  © Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa

"Gerade jetzt in der aktuellen Lage voller historischer Herausforderungen muss unser Land wettbewerbsfähig bleiben und braucht eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik", erklärte FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack (54) am Sonntag in Magdeburg.

"Da können wir es uns schlicht nicht leisten, zusätzliche freie Tage quasi zu erfinden." Ohnehin habe Deutschland bereits die kürzeste Jahresarbeitszeit in der EU.

Die Linke hatte zuvor angekündigt, in der Mai-Sitzung des Landtages einen Antrag einzubringen, damit auf Wochenenden fallende gesetzliche Feiertage wochentags nachgeholt werden. Linken-Fraktionschefin Eva von Angern (45) hatte erklärt: "Deutschland muss mal wieder aufholen, unsere europäischen Nachbarn nehmen gewerkschaftlich erkämpfte Feiertage viel ernster."

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Zum Beispiel würden in Spanien und Großbritannien Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, am nächsten Montag nachgeholt.

Die Linke-Fraktion fordere die Landesregierung deshalb auf, auf Bundesebene für eine einheitliche Ausgleichsregel zu sorgen. "Gelingt dies nicht, muss das Landesgesetz in Sachsen-Anhalt geändert werden", so von Angern.

Titelfoto: Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa

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