Kranke Tiere müssen qualvoll sterben: Wildpark Weißewarte wird dichtgemacht

Weißewarte (Tangerhütte) - Nach dem Vorwurf tierschutzrechtlicher Verstöße muss der Wildpark Weißewarte in der Altmark schließen.

Der Wildpark Weißewarte wird in Folge von Tierschutzverstößen vorübergehend schließen. (Archivbild)
Der Wildpark Weißewarte wird in Folge von Tierschutzverstößen vorübergehend schließen. (Archivbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Der Landkreis Stendal teilte am Donnerstag mit, dem Betreiberverein sei der Bescheid zur Versagung der Zoogenehmigung übergeben worden.

"Dieser Schritt war notwendig, nachdem auch mit der Anhörung des Vereins in den vergangenen Wochen die Mängel nicht abgestellt worden sind."

Im Oktober hatte der Landkreis von Mängeln bei der Fütterung und Unterbringung von Tieren während der Geburtsphase berichtet. Kontrollen hätten ergeben, dass Krankheiten und Schwäche von Tieren nicht erkannt und nicht behandelt worden seien und diese mit Qualen verendeten.

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Nach eigenen Angaben beherbergt der 1973 eröffnete Wildpark 400 Tiere in 50 Arten auf einem über 15 Hektar großen Gelände. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel. Am Donnerstag teilte der Wildpark Weißewarte e.V. auf seinem Online-Auftritt mit, dass man mit sofortiger Wirkung geschlossen sei.

Ein komplettes Aus für den größten Wildpark Sachsen-Anhalts bedeutet das nicht automatisch. Laut Landkreis hat die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte eine Zoogenehmigung beantragt.

"Damit könnte der Park umgehend wieder öffnen, wenn er vom Betreiberverein an die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte übergeht und diese die sachgerechte Versorgung der Tiere gewährleisten kann."

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

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