Katrin und ihr Mann schauen EM-Spiel bei Freunden, daheim folgt der Schock

Landsberg - Es ist eine der größten Ängste von Haus- und Wohnungsbesitzern: Man kommt in seine vier Wände und bemerkt, dass Einbrecher am Werk waren. Das ist jetzt auch Katrin Lischke und ihrem Ehemann im Saalekreis (Sachsen-Anhalt) passiert.

Bei Katrin Lischke und ihrem Mann wurde eingebrochen, während sie bei Freunden waren.
Bei Katrin Lischke und ihrem Mann wurde eingebrochen, während sie bei Freunden waren.  © Screenshot/MDR-Mediathek

Es ist der 23. Juni 2021. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet in der Münchner Allianz-Arena das letzte EM-Gruppenspiel gegen Ungarn, zieht durch einen späten 2:2-Ausgleich gegen Außenseiter Ungarn mit Ach und Krach ins Achtelfinale ein.

Das Duell schauen sich auch Katrin Lischke und ihr Mann aus dem Landsberger Ortsteil Gollma an. Sie sind bei Freunden eingeladen, verlassen ihr Haus in der Schkeuditzer Straße zwischen 20 und 20.30 Uhr.

Etwa drei Stunden später, gegen 23.30 Uhr, kommen die Eheleute mit dem Achtelfinal-Ticket im Gepäck zurück nach Hause. Alles scheint wie immer. "Ich hab erstmal gar nichts bemerkt", sagt Katrin Lischke.

Sachsen-Anhalts Jäger erlegen weniger Wild: Ist Corona Schuld?
Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalts Jäger erlegen weniger Wild: Ist Corona Schuld?

Dann sah sie aber im Bad verteilten Schmuck, wofür sie die Katze im Verdacht hat. Danach ruft ihr Mann, dass etwas nicht stimme. Ein Fenster steht offen, alle Türen des Hauses auch und Schubkästen von Schränken und Regalen sind herausgezogen. "Das konnte die Katze ja nicht gewesen sein!"

Als sie schließlich realisiert, dass bei ihnen eingebrochen wurde, "war ich erstmal total erschrocken", so Lischke. "Wir sind lange wie wild durchs Haus gelaufen und haben geguckt, wo die überall waren, was gefehlt hat."

Polizei spricht von gezieltem Einbruch, glaubt aber nicht an Vollprofis

Tatort: Die Schkeuditzer Straße im Landsberger Ortsteil Gollma.
Tatort: Die Schkeuditzer Straße im Landsberger Ortsteil Gollma.  © Screenshot/MDR-Mediathek

Über die Terrassentür, das wird bei der Tatortbegehung später klar, versuchten die Täter, ins Haus zu gelangen, scheiterten aber. Über ein aufgehebeltes Fenster kommen sie rein, stehlen Schmuckstücke und Bargeld aus einer Handtasche.

Um Vollprofis kann es sich hier offenbar nicht gehandelt haben, vermutet Sebastian Schultzik vom Polizeirevier Saalekreis. "Wir gehen davon aus, dass es sich zwar um vorbereitete Täter, aber nicht um Berufsverbrecher gehandelt hat."

Das Vorgehen im Gebäude, bei dem ein Gesamtschaden von etwa 2000 Euro entstanden ist, habe eher ungezielt gewirkt.

Sparkassen-Geldautomat in die Luft gejagt! Mehrere Täter auf der Flucht
Sachsen-Anhalt Sparkassen-Geldautomat in die Luft gejagt! Mehrere Täter auf der Flucht

Aufgrund unterschiedlicher Schuhabdrücke am Tatort gehen die Ermittler von mindestens zwei Tätern aus. Mittels DNA-Abgleich hofft die Behörde noch auf Direkttreffer in der Datenbank.

Wenn Ihr Hinweise zu dem Einbruch geben könnt oder verdächtige Beobachtungen am Abend des 23. Juni in der Schkeuditzer Straße in Gollma gemacht habt, meldet Euch bitte bei der Kripo Merseburg unter Tel. 03461/4460.

Tipp: Vor allem jetzt während der Sommerferien sollten Fenster und Türen geschlossen sein und der Briefkasten z. B. von Nachbarn geleert werden, um keine Verbrecher anzulocken. Auch sollte die Abwesenheit nicht bei Facebook, Instagram & Co. gepostet werden.

Die ganze "Kripo live"-Sendung findet Ihr auf Abruf in der Mediathek.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/MDR-Mediathek

Mehr zum Thema Sachsen-Anhalt: