Laut Experten zu wenige Fachkräfte in Sachsen-Anhalt: Mehr Zuwanderung nötig

Halle (Saale) - In Sachsen-Anhalt wird die Arbeitslosigkeit laut einer Prognose im nächsten Jahr sinken.

Laut Experten soll es 2022 in Sachsen-Anhalt weniger Arbeitslose geben. Trotzdem fehlen nach wie vor die Fachkräfte. (Symbolbild)
Laut Experten soll es 2022 in Sachsen-Anhalt weniger Arbeitslose geben. Trotzdem fehlen nach wie vor die Fachkräfte. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Wissenschaftler des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnen mit 11.000 Erwerbslosen im Schnitt weniger als in diesem Jahr, wie ein IAB-Sprecher am Mittwoch mitteilte. Als Hauptursache gilt die Demografie.

Die Zahl der Renteneintritte werde künftig deutlich größer sein als die Zahl der Schulabsolventen, die auf den Arbeitsmarkt kommen.

Nahezu unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung werde es schwieriger, Ersatz zu finden. "Vom Arzt über die Pflegekraft bis hin zum Bus- und Lastwagenfahrer werden in vielen Bereichen Fachkräfte fehlen", erklärte Markus Behrens, Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit.

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Dies lasse sich nur lösen, indem die Zuwanderung von Fachkräften forciert und mehr Beschäftigte qualifiziert werden.

Insgesamt gehen die Experten des IAB im Durchschnitt von 69.400 Arbeitslosen in 2022 in Sachsen-Anhalt aus. Das wären 13,5 Prozent weniger als 2021 mit durchschnittlich 80.200 Erwerbslosen.

Bundesweit werde mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit von 11,1 Prozent im nächsten Jahr gerechnet.

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