Attacke auf zwei Politiker in Sachsen-Anhalt

Merseburg - Unbekannte haben vermutlich in der Nacht zu Donnerstag am Wahlkreisbüro der Linken-Abgeordneten Kerstin Eisenreich (52) in Merseburg (Saalekreis) zwei Fensterscheiben beschädigt.

Das Wahlkreisbüro der Linken-Abgeordneten Kerstin Eisenreich (52) in Merseburg ist angegriffen worden.
Das Wahlkreisbüro der Linken-Abgeordneten Kerstin Eisenreich (52) in Merseburg ist angegriffen worden.  © Facebook/Kerstin Eisenreich

Wie die Polizei bestätigte, waren an den Fenstern Einschlagstellen erkennbar, eine Fensterscheibe sei sogar zerstört worden.

Das Objekt wird auch als Regionalbüro der Partei in Merseburg betrieben.

Nach Angaben der Partei hat es in den vergangenen Wochen bereits mehrere Sachbeschädigungen an Wahlkreisbüros in Sachsen-Anhalt gegeben, so in Querfurt, Bernburg und nun auch in Merseburg.

Mann hetzt Hund auf Frau bei Gassi-Runde: 37-Jährige durch Bisse verletzt
Sachsen-Anhalt Mann hetzt Hund auf Frau bei Gassi-Runde: 37-Jährige durch Bisse verletzt

In Querfurt sollen Farbbeutel geworfen worden sein.

"Dieser erneute Angriff innerhalb kürzester Zeit richtet sich gegen alle demokratischen Kräfte, die sich für eine weltoffene, tolerante und solidarische Gesellschaft im Saalekreis und ganz Sachsen-Anhalt einsetzen", erklärte Eisenreich.

Sie forderte, solche Übergriffe konsequent zu verfolgen, damit "der zunehmenden Verrohung in der Gesellschaft entschieden entgegengetreten wird."

UPDATE, 16.45 Uhr: Auch Grünen-Politiker samt Sohn angegriffen

Auch ein Grünen-Politiker und dessen Sohn sind in Sachsen-Anhalt Opfer einer Attacke geworden.

Während sie dabei waren, in Bernburg (Salzlandkreis) beschädigte Wahlplakate auszutauschen, seien sie von einem unbekannten Mann zunächst angeschrien worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Zudem habe der Täter auf den Kommunalpolitiker eingeschlagen und diesen verletzt. Später habe er noch eines der Wahlplakate heruntergerissen und zerstört. Gegen ihn werde nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Der Vorfall habe sich bereits am 30. August ereignet. Da weder die bisherigen Ermittlungen noch die Befragung von Zeugen zur Identifizierung des Angreifers führten, wandte sich die Polizei nun an die Öffentlichkeit, um mögliche weitere Zeugen des Vorfalls zu finden.

Am Tatort an der Saale sei zum Zeitpunkt der Attacke sehr belebt gewesen. Warum über den Vorgang erst jetzt berichtet wurde, teilte die Polizei nicht mit.

Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Kerstin Eisenreich

Mehr zum Thema Sachsen-Anhalt: