18-Jähriger vor Asyl-Unterkunft niedergestochen: Not-OP bei bewusstlosem Opfer!

Magdeburg - Dramatische Szenen haben sich am gestrigen Samstagnachmittag vor einer Magdeburger Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete abgespielt. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Ein 18-Jähriger wurde in Magdeburg niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. (Symbolbild)
Ein 18-Jähriger wurde in Magdeburg niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. (Symbolbild)  © dpa/Boris Roessler

Vor dem Gebäude im Unterhorstweg nahe des Salbker See I im Süden der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt waren zwei Personen körperlich aneinandergeraten.

Zeugen informierten daraufhin die Polizei. Noch vor Eintreffen der Beamten stach ein 29 Jahre alter Mann mit einem Messer auf einen 18-Jährigen ein. Beide sind laut Polizeiangaben Bewohner der Unterkunft.

"Beim Eintreffen der Polizei lag der 18-jährige Geschädigte bewusstlos und stark blutend am Boden, der Rettungsdienst wurde informiert, im Krankenhaus fand eine Notoperation statt", so Polizeisprecherin Ilona Wessner am Abend.

Lastwagen-Führerhaus in Flammen: Fahrer kann sich retten
Sachsen-Anhalt Lastwagen-Führerhaus in Flammen: Fahrer kann sich retten

Der junge Mann hat durch den Angriff Verletzungen im Schulterbereich erlitten, die vom behandelnden Arzt als "potenziell lebensgefährlich eingestuft" worden sind.

Während sein Opfer auf dem Boden lag, ergriff der Täter zunächst die Flucht. Aber: "Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen, auch unter Einsatz eines Fährtenspürhundes, führten zum Ergreifen des Tatverdächtigen", so Wessner. Er wurde vorläufig festgenommen.

Was der Auslöser für die Auseinandersetzung war, ist derzeit unbekannt und jetzt Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

UPDATE, 18. Juli, 16.45 Uhr: Haftbefehl gegen 29-Jährigen erlassen!

Wie die Polizei mitteilte, sei am Sonntag aufgrund eines Antrags der Staatsanwaltschaft Magdeburg durch das Amtsgericht Magdeburg Haftbefehl gegen den 29-jährigen Mann wegen versuchten Totschlags erlassen worden. Er wurde in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht.

Sein Opfer befindet sich nach wie vor im Krankenhaus, nach Angaben der behandelnden Ärzte bestehe jedoch keine Lebensgefahr mehr.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

Mehr zum Thema Sachsen-Anhalt: