Zwei Polizisten verletzt: ABC-Alarm in Magdeburg

Magdeburg - Kurz vor 18 Uhr kam es an der Otto-von-Guericke-Straße in Magdeburg zu einem ABC-Einsatz der Feuerwehr.

Mit einem Großaufgebot eilten am Samstag Polizei und Feuerwehr zu einem ABC-Alarm in Magdeburg.
Mit einem Großaufgebot eilten am Samstag Polizei und Feuerwehr zu einem ABC-Alarm in Magdeburg.  © Thomas Schulz

Nach ersten Angaben vor Ort hat sich ein Mann um die 30 Jahre Schwefelwasserstoff zusammengemischt, um sich das Leben zu nehmen.

Letztendlich soll er es sich jedoch anders überlegt haben, offenbar weil das Gemisch extrem übel riecht. Schließlich rief er den Notruf.

Die zuerst eintreffenden Polizeibeamten holten den Mann aus der kontaminierten Wohnung und übergaben ihn den Rettungskräften. Kurz darauf traf der ABC-Zug der Feuerwehr mit einem Großaufgebot ein. 

Der Mann, sowie die beiden Polizisten wurden mit Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus verbracht. Die Feuerwehr sicherte den gifthaltigen und hochexplosiven Stoff und belüftete das Gebäude. Das Gemisch verflüchtigte sich glücklicherweise sehr schnell, sodass keine gefährlichen Werte mehr auftraten. 

Ein Mann soll versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Er konnte jedoch gerettet werden.
Ein Mann soll versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Er konnte jedoch gerettet werden.  © Thomas Schulz

Beim Betreten fanden die Einsatzkräfte zudem mehrere Waffen, wie beispielsweise Äxte, Bögen und Pfeile an der Wand vor. Ob der Wohnungsinhaber diese besitzen darf, ermittelt nun die Kripo.

Die Otto-von-Guericke-Straße wurde während des Einsatzes voll gesperrt. Auch die Polizei war mit einer Vielzahl von Einsatzkräften vor Ort. 

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über mögliche versuchte Suizide. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren. 

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Thomas Schulz

Mehr zum Thema Sachsen-Anhalt: