Gefährlicher Videodreh im Gleis: Polizei muss eingreifen

Magdeburg - Ein Videodreh im Gleisbett hätte am gestrigen Mittwoch beinahe zu einem Unglück für die beteiligten Teenager geführt.

Die Teenager wurden von den Polizisten belehrt: Gleise sind kein Spielplatz! (Symbolbild)
Die Teenager wurden von den Polizisten belehrt: Gleise sind kein Spielplatz! (Symbolbild)  © Patrick Pleul/ZB/dpa

Die Bundespolizei in Magdeburg wurde gegen 21 Uhr durch die Landespolizei über Jugendliche im Gleis im Bereich des Bahnhofes Magdeburg-Sudenburg informiert. 

Daraufhin wurde die Strecke gesperrt und jeweils eine Streife der Landes- und Bundespolizei eilten zum Ereignisort. 

Dort stellte die zuerst eintreffende Streife der Landespolizei drei Jugendliche im Alter von 17 Jahren fest und holte sie sofort aus dem Gefahrenbereich. 

Auf Nachfrage gaben die drei Jungen an, ein Musikvideo drehen zu wollen. 

Das entsprechende Equipment, wie eine Kamera, ein Stativ und weiteres Zubehör, führten sie bei sich. 

Dass dieses Vorhaben auf dem Gleis lebensgefährlich ist, machten die Bundespolizisten den Jugendlichen unmissverständlich klar und wiesen sie auf die Gefahren hin, denen sie sich arglos ausgesetzt hatten.

Die Erziehungsberechtigten wurden über den Sachverhalt informiert. Zudem müssen alle drei Deutschen nach Informationen der Bundespolizei Magdeburg mit einer Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen des unerlaubten Aufenthaltes im Gleis rechnen.

Diese kann mit einem Verwarngeld in Höhe von 25 Euro belegt werden. 

Aufgrund der achtminütigen Streckensperrung kam es bei insgesamt sechs Zügen zu 79 Minuten Verspätung. Auch hier kann es im Nachgang noch zu zivilrechtlichen Forderungen der Deutschen Bahn kommen.

Da die Bundespolizei fast täglich mit dieser Art von Einsätzen konfrontiert wird, bitten die Beamten darum, dass Eltern ihre Kinder wiederholt auf die Gefahren hinweisen. 

Titelfoto: Patrick Pleul/ZB/dpa

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