Haseloff zu Corona-Regeln: "Kein Betrieb soll länger geschlossen bleiben als nötig"

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) hat seine Zustimmung für eine bundesweite Verschärfung der Corona-Regeln verteidigt.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident hat sich am Dienstag nochmals zu den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung und seiner Zustimmung zu diesen geäußert.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident hat sich am Dienstag nochmals zu den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung und seiner Zustimmung zu diesen geäußert.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Das Land habe tagesaktuell den Wert von 56 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche erreicht und damit die politisch vereinbarte höchste Alarmschwelle überschritten, sagte der CDU-Politiker am Dienstag bei einer Sondersitzung des Landtags. Dieser Wert habe sich binnen weniger Wochen verachtfacht.

Je später das Infektionsgeschehen umgekehrt werde, desto längere Beschränkungen seien nötig. Diese Einsicht habe die Landesregierung bewogen, die bundesweiten Beschlüsse mitzutragen statt den eigenen, lockereren Weg weiterzugehen. 

Ein weiterer Grund sei, dass der Bund umfangreiche Entschädigungen für betroffene Branchen zugesagt habe.

Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen soll in zwei Wochen überprüft werden

In Sachsen-Anhalt wie im gesamten Bundesgebiet gelten seit Montag verschärfte Corona-Einschränkungen.
In Sachsen-Anhalt wie im gesamten Bundesgebiet gelten seit Montag verschärfte Corona-Einschränkungen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Der Regierungschef sagte zu, bereits in zwei Wochen die Wirksamkeit der neuen Corona-Einschränkungen zu überprüfen. 

"Keine Einrichtung und kein Betrieb soll länger geschlossen, keine Veranstaltung länger untersagt bleiben, als es zur akuten Bekämpfung der Pandemie notwendig ist", so Haseloff.

In Sachsen-Anhalt wie bundesweit gelten bis Ende November neue strenge Regeln, mit denen Kontakte reduziert und die zuletzt stark gestiegene Zahl der Neuansteckungen wieder gesenkt werden soll. 

Es gelten Kontaktbeschränkungen für alle. Zudem müssen Freizeit- und Kulturbetrieb sowie Gastronomie und Tourismus größtenteils ruhen. 

Die Maßnahmen werden vielfach als unlogisch kritisiert, auch von den Oppositionsparteien im Landtag, Linke und AfD. Letztere hatte die Sondersitzung beantragt.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

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