Bauern in Sorge: Getreideernte deutlich unter langjährigem Durchschnitt

Magdeburg - Sachsen-Anhalts Landwirte haben bei der diesjährigen Getreideernte nach Angaben des Bauernverbandes knapp 6,6 Tonnen Winterweizen pro Hektar eingebracht.

Sachsen-Anhalts Bauern haben in den letzten Jahren teils mit schlechten Ernten zu kämpfen. (Symbolbild)
Sachsen-Anhalts Bauern haben in den letzten Jahren teils mit schlechten Ernten zu kämpfen. (Symbolbild)  © budabar/123RF

Das seien zwar 5 Tonnen pro Hektar mehr als im Vorjahr, der Ertrag habe aber deutlich unter dem langjährigen Mittel von 7,65 Tonnen je Hektar gelegen, teilte der Bauernverband Sachsen-Anhalt in Magdeburg mit. 

Zudem habe es große regionale Schwankungen von minus 20 bis plus 25 Prozent gegeben. Doch auch bei guten Erträgen hätten die Eiweißgehalte oft unter den für Qualitätsweizen notwendigen Werten gelegen.

Bei der Wintergerste hätten Frostschäden und die Trockenheit zu einer geringeren Ernte als 2019 geführt, 5,89 Tonnen statt 6,48 Tonnen je Hektar seien im Landesdurchschnitt erzielt worden. 

Ein Teil der Wintergerste sei zudem vorab im grünen Zustand gehäckselt worden, um Futter für die Viehbestände zu haben.

Bei Winterroggen und Winterraps wurden leichte Ertragssteigerungen erzielt, so der Verband. Auch bei diesen Sorten sei der Ertrag lokal sehr unterschiedlich gewesen.

Probleme bereitete den Bauern nach Angaben des Verbandes eine sich "massiv ausbreitende Feldmauspopulation". Rund 100.000 Hektar der landwirtschaftlichen Nutzfläche seien stark bis sehr stark befallen.

Titelfoto: budabar/123RF

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