Steuererhöhung wegen Corona? Das sagen Sachsen-Anhalts Bürger dazu

Magdeburg - Einer repräsentativen Umfrage zufolge ist nur jeder zehnte Befragte aus Sachsen-Anhalt für eine Steuererhöhung, um die Folgen der Corona-Pandemie zu finanzieren.

Passanten mit Mund- und Nasenschutz auf dem Marktplatz in Halle. Sachsen-Anhalts Bürger sind mehrheitlich gegen eine Steuererhöhung, um die Folgen der Corona-Pandemie zu stemmen.
Passanten mit Mund- und Nasenschutz auf dem Marktplatz in Halle. Sachsen-Anhalts Bürger sind mehrheitlich gegen eine Steuererhöhung, um die Folgen der Corona-Pandemie zu stemmen.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Fast zwei Drittel der Befragten seien hingegen dafür, "dass die Kosten der Krise durch eine Vermögensabgabe auf große Vermögen" finanziert werden sollen, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Thomas Lippmann, am Donnerstag in Magdeburg.

Ein Viertel der Befragten sei zudem gegen eine Kürzung öffentlicher Ausgaben, um die Folgen der Krise zu kompensieren. Ein Drittel der Befragten fühlte sich zudem stark von den Corona-Einschränkungen belastet. 

Allerdings sei auch ein Drittel der Meinung, dass das Bildungssystem mit den Herausforderungen der Pandemie gut klargekommen sei, hieß es.

Die Fraktion nehme "das Meinungsbild sehr ernst und bezieht diese Aussagen der Befragten in die politische Arbeit im Parlament in den kommenden Monaten mit ein", erklärte Lippmann weiter. Dem parlamentarischen Geschäftsführer der Linken, Stefan Gebhardt, zufolge zeigt sich deutlich, dass "soziale Themen in den Umfragewerten dominieren." Die Linke fühle sich darin bekräftigt, "für faire Löhne und armutsfeste Renten – wozu die Ost-West-Angleichung gehört – und ein krisenfestes Gesundheitssystem für alle Menschen in Sachsen-Anhalt zu streiten."

Für die repräsentative Studie zur Stimmungslage im Land wurden zwischen dem 23. und 29. September per Zufallsverfahren 1007 Männer und Frauen in Sachsen-Anhalt ausgesucht und online sowie telefonisch befragt.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Sachsen-Anhalt: