Zweijähriger ertrinkt bei Kita-Ausflug: Polizei ermittelt gegen Betreuerinnen

Magdeburg - Ein zweijähriger Junge verschwindet während eines Spaziergangs von seiner Kindergartengruppe und wird kurz darauf tot in einem See aufgefunden. Nachdem die Tragödie am Freitag Magdeburg erschütterte, hat die Polizei nun bekannt gegeben, dass sie gegen die Betreuerinnen der Einrichtung ermittelt.

Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei am Freitag nach dem Zweijährigen gesucht.
Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei am Freitag nach dem Zweijährigen gesucht.  © Thomas Schulz

Die Ermittlungen würden derzeit gegen drei mögliche Verantwortliche wegen fahrlässiger Tötung laufen, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Magdeburg am Dienstag.

Es werde geprüft, inwieweit die Kita-Mitarbeiterinnen Sorgfaltspflichten verletzten und nicht genug auf das Kind achteten. 

Die Leiche des Jungen war am Montag obduziert worden (TAG24 berichtete). Als Ergebnis dessen hieß es nun, dass der Zweijährige ertrunken ist. 

Der Junge war bisherigen Erkenntnissen zufolge am Freitag mit seiner Kita-Gruppe unterwegs gewesen und plötzlich verschwunden (TAG24 berichtete). Bei einer großangelegten Suche wurde das Kind leblos im Wasser des Neustädter Sees entdeckt. 

Trotz sofort begonnener Reanimationsmaßnahmen konnte letztendlich nur noch der Tod festgestellt werden.

Die Tragödie hat die Bürger Magdeburgs in tiefe Trauer versetzt. Bereits in der Nacht zum Samstag hatten sich zahlreiche Menschen um die Kita in Magdeburg versammelt und einen Teil des Geländes mit Kerzen, Kuscheltiere und Blumen geschmückt (TAG24 berichtete).

Mit Kerzen, Blumen und Plüschtieren haben Trauernde dem Jungen vor der Einrichtung gedacht.
Mit Kerzen, Blumen und Plüschtieren haben Trauernde dem Jungen vor der Einrichtung gedacht.  © Thomas Schulz

Seitdem waren immer wieder Trauernde an der Einrichtung vorbeigekommen, um dem kleinen Jungen zu gedenken.

Titelfoto: Thomas Schulz

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