Mehr ehrenamtliche Übersetzer für Ukraine-Geflüchtete in Sachsen-Anhalt gesucht

Halle (Saale)/Magdeburg - Für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist die fremde Sprache eine enorme zusätzliche Belastung. Ehrenamtliche Übersetzer werden händeringend gesucht – für die Begleitung der Menschen im Alltag.

In Magdeburg sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine eingetroffen – zum Teil werden sie in Notunterkünften untergebracht.
In Magdeburg sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine eingetroffen – zum Teil werden sie in Notunterkünften untergebracht.  © Stephan Schulz/dpa-Zentralbild/dpa

Die Freiwilligenagenturen registrieren weiter eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft in Sachsen-Anhalt für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Mehr als 350 Menschen hätten sich allein innerhalb einer Woche in die Datenbank für freiwillige Hilfsangebote eingetragen, teilte eine Sprecherin der Freiwilligenagentur Magdeburg mit.

Es gebe eine enge Zusammenarbeit mit der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt und der Deutsch-Ukrainischen Vereinigung Sachsen-Anhalt. Andernorts sei die Situation ähnlich.

"Die Hilfsbereitschaft ist riesig. Was dringend noch mehr gebraucht wird, sind Sprachmittler im Alltag", sagte eine Sprecherin der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis. Gesucht würden landesweit ehrenamtliche Helfer, die Ukrainisch können, in Wort oder auch in Schrift, ebenso Muttersprachler.

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"Es geht darum, schnell und unkompliziert zu helfen, Menschen zu begleiten", sagte sie.

Dazu gehören Behördengänge, das Ausfüllen von Formularen, Begleitung beim Arzt, zu Schulen oder Kitas oder wo man günstig einkaufen kann.

Zahlreiche Hilfsangebote in Sachsen-Anhalt

In einem Kulturtreff hat die Stadt Halle ein zentrales Aufnahme- und Registrierungszentrum für ukrainische Geflüchtete eingerichtet.
In einem Kulturtreff hat die Stadt Halle ein zentrales Aufnahme- und Registrierungszentrum für ukrainische Geflüchtete eingerichtet.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Unterdessen hätten im Land unzählige weitere Vereine, Initiativen und Privatleute vieles unternommen, um Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine zu helfen.

Um einen Überblick zu bekommen, wo und wie man helfen kann und Unterstützung bekommen kann, haben die Freiwilligenagenturen Fragen und Antworten zum Thema Ukraine online gestellt. Außerdem gebe es Kooperationen über Netzwerke und Kommunen, betonten die Sprecherinnen der Freiwilligenagenturen in Magdeburg und Halle.

Gefragt seien zudem Sprachkurse in Deutsch und Ukrainisch, so auch erste Angebote wie in einem Sprachcafé.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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