Mit Andreas Scheuer: Baustart für neue A14-Abschnitte

Stendal - Der Bau der A14-Nordverlängerung geht weiter. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU), Landesverkehrsminister Thomas Webel (67, CDU) und Vertreter der Autobahn GmbH des Bundes wollen am heutigen Donnerstag (8.30 Uhr) bei Rochau (Landkreis Stendal) den offiziellen Startschuss für den Bau der Autobahnumfahrung Stendal geben.

Die A14-Nordverlängerung nimmt immer mehr Gestalt an. Jetzt wird ein weiterer Abschnitt gebaut. (Archivbild)
Die A14-Nordverlängerung nimmt immer mehr Gestalt an. Jetzt wird ein weiterer Abschnitt gebaut. (Archivbild)  © Peter Gercke/zb/dpa

Mit einer symbolischen Baumpflanzung soll auf die hohen Umweltstandards des Projektes hingewiesen werden, dazu gehören neben Schutzbauten für Tiere auch Ausgleichsmaßnahmen für die Natur.

Die Ortsumfahrung Stendal umfasst zwei Planungsabschnitte. Die Strecke von Lüderitz bis Stendal-Mitte (bei Uenglingen) ist 13 Kilometer lang, das anschließende Stück bis Osterburg misst knapp 18 Kilometer. Als größte technische Herausforderungen stehen drei Bahnquerungen, sowie Brücken über die B188 und den Fluss Uchte an.

Bis 2025 sollen zunächst die sechs Kilometer bis zur Anschlussstelle Stendal fertig sein.

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Gebaut wird seit 2018 bereits am rund 15 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Tangerhütte (bei Dolle) und Lüderitz. Ende 2023 soll hier der Verkehr rollen.

Die Arbeiten am rund neun Kilometer langen Abschnitt von Seehausen bis zur Landesgrenze laufen seit Ende 2020. In rund vier Jahren soll diese Strecke, inklusive neuer Elbbrücke fertig sein.

Die anderen Abschnitte in Sachsen-Anhalt sind fertig geplant beziehungsweise bereits in Betrieb.

A14-Nordverlängerung umfasst insgesamt 155 Kilometer

Gegen die Baugenehmigung für das Stück von Dahlenwarsleben bis Wolmirstedt hat eine Privatperson geklagt. Laut Auskunft des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig wird mit einer Entscheidung voraussichtlich Ende des Jahres 2021 gerechnet.

Die Pläne für den Abschnitt von Osterburg bis Seehausen wurden von der Umweltschutzorganisation Naturfreunde Sachsen-Anhalt juristisch angefochten. Hier sei derzeit noch nicht absehbar, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.

Die A14-Nordverlängerung, genauer gesagt der Lückenschluss zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin, umfasst insgesamt 155 Kilometer. Baustart war im November 2011.

Die 26 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern und die Hälfte der 32 Kilometer im Land Brandenburg sind bereits fertig.

In Sachsen-Anhalt rollt inzwischen zwischen den Anschlussstellen Wolmirstedt und Tangerhütte auf knapp 15 von insgesamt 97 Kilometern der Verkehr.

UPDATE, 12.27 Uhr:

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU), Landesverkehrsminister Thomas Webel (67, CDU, r.) und Anne Rethmann von der Autobahn GmbH des Bundes pflanzten zum Baustart eine Eiche.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU), Landesverkehrsminister Thomas Webel (67, CDU, r.) und Anne Rethmann von der Autobahn GmbH des Bundes pflanzten zum Baustart eine Eiche.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbld/dpa
Ein A14-Gegner besetzte am Donnerstag die Veranstaltungsbühne.
Ein A14-Gegner besetzte am Donnerstag die Veranstaltungsbühne.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbld/dpa

Die Veranstaltung wurde begleitet von Protesten von einigen Gegnern der Autobahn.

Ein Demonstrant besetzte ein Bühne, woraufhin die Veranstaltung in ein vorbereitetes Zelt umzog.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbld/dpa

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