Mordversuch an einem Polizisten! 33-Jähriger vor Gericht

Magdeburg - Weil er versucht haben soll, bei seiner Festnahme einen Polizisten zu ermorden, muss sich ein 33-Jähriger vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Der Prozess beginnt am heutigen Donnerstag. 

Der Prozess wegen versuchten Mordes startet heute am Magdeburger Landgericht. (Archivbild)
Der Prozess wegen versuchten Mordes startet heute am Magdeburger Landgericht. (Archivbild)  © Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Der Angeklagte soll in einer Novembernacht vergangenen Jahres in Benzingerode im Harz in einen Baumarkt eingebrochen sein und dann einen Fluchtversuch unternommen haben. 

Den Angaben des Gerichts zufolge wird dem Mann vorgeworfen, dabei mehrere Funkstreifenwagen gerammt zu haben. 

Bei der weiteren Flucht zu Fuß gab eine Beamtin einen Signalschuss ab, der Angeklagte soll sich auf den Boden gelegt haben.

Als ein Polizist ihm Handschellen anlegen wollte, soll der 33-jährige Deutsche versucht haben, nach einer geladenen Pistole in seiner eigenen Jacke zu greifen. 

Den Polizisten soll er zudem körperlich angegriffen und mit einem Kampfsportgriff gewürgt haben. 

Erst vier Beamten soll es gelungen sein, den Angeklagten zu überwältigen. 

Der Angeklagte soll versucht haben, den Polizisten zu töten.

Das Verfahren war laut Landgericht zunächst am Amtsgericht Wernigerode verhandelt worden. Das Schöffengericht sei davon ausgegangen, dass nicht nur eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung, sondern auch wegen Mordes möglich ist. 

Über Mord darf das Amtsgericht aber nicht entscheiden, sondern nur das Landgericht.

UPDATE, 13.54 Uhr: 

Über seine Anwälte ließ der Angeklagte erklären, er habe sich geärgert, weil er nichts erbeutet hatte. Zudem habe er unter Drogen gestanden.

Titelfoto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Sachsen-Anhalt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0