Nach unzähligen Verzögerungen: Sachsen-Anhalt zahlt endlich die Novemberhilfen aus!

Magdeburg - Nach mehrfachen Verzögerungen läuft in Sachsen-Anhalt die Auszahlung der sogenannten Novemberhilfen an Tausende wartende Betriebe an.

Sachsen-Anhalt hat endlich damit begonnen, die Novemberhilfen auszuzahlen.
Sachsen-Anhalt hat endlich damit begonnen, die Novemberhilfen auszuzahlen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Bund habe das dafür benötigte Online-Portal am Dienstagnachmittag freigeschaltet, teilten die landeseigene Investitionsbank und das Landeswirtschaftsministerium mit. Noch am selben Tag sollten erste Mittel überwiesen werden.

Jüngsten Angaben zufolge haben bisher fast 3600 Betriebe aus Sachsen-Anhalt über ihre Steuerberater Novemberhilfen in einer Gesamthöhe von mehr als 55 Millionen Euro beantragt.

Gut ein Drittel davon sei bisher über Abschlagszahlungen direkt vom Bund ausgezahlt worden, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (57, SPD) nach einer Sitzung des schwarz-rot-grünen Kabinetts. "Die Unternehmen warten zurecht."

Es sei besonders ärgerlich, dass es an einem technischen Problem lag, obwohl alle Antragsbedingungen lange bekannt seien.

Bundeswirtschaftsministerium musste noch an Software-Problemen arbeiten

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (57, SPD).
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (57, SPD).  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Mit den Novemberhilfen sollen Unternehmen vom Staat für Umsatzausfälle entschädigt werden, wenn sie wegen der angeordneten Corona-Maßnahmen schließen mussten.

Eigentlich sollten die Mittel schon lange fließen, auch für Betroffene des Dezember-Lockdowns wurde ein ähnliches Programm aufgelegt. Bisher bekamen Unternehmen Abschläge auf die tatsächlich beantragte Summe ausbezahlt.

Vor knapp einer Woche hatten Bund und Länder verabredet, dass die ausstehenden Gelder von Sonntag an über die Institute der Bundesländer ausgezahlt werden sollen.

Laut Bundeswirtschaftsministerium musste zuletzt noch an Software-Problemen gearbeitet werden.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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