Nächster Politiker aus Sachsen-Anhalt gesteht vorzeitige Impfung!

Magdeburg - Die Liste der vorzeitig geimpften Politiker in Sachsen-Anhalt wächst weiter. Am Freitag räumte der Landtagsabgeordnete Frank Bommersbach (57, CDU) ein, ebenfalls schon eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten zu haben.

Die Impfaffäre in Sachsen-Anhalt zieht weiter ihre Kreise. Am Freitag räumte auch der Landtagsabgeordnete Frank Bommersbach ein, bereits geimpft worden zu sein.
Die Impfaffäre in Sachsen-Anhalt zieht weiter ihre Kreise. Am Freitag räumte auch der Landtagsabgeordnete Frank Bommersbach ein, bereits geimpft worden zu sein.  © Sven Hoppe/dpa

Bommersbach räumte ein, am 9. Januar während eines Probelaufs für das Impfzentrum Saalekreis geimpft worden zu sein.

"Am Ende des Tages blieb Impfstoff übrig, und ich wurde gefragt, ob ich mich impfen lassen würde, bevor er verfällt", teilte er am Freitag mit. "Ich wollte nicht, dass Impfstoff verfällt. Diese Entscheidung habe ich spontan getroffen."

Zu diesem Zeitpunkt habe es nach seiner Kenntnis keine Vorgaben gegeben, wie mit übrigen Impfdosen zu verfahren sei, ließ Bommersbach mitteilen. Zunächst hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" von dem Fall berichtet.

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Bommersbach reiht sich eine in eine Liste an Politikern aus Sachsen-Anhalt, die bereits vorzeitig geimpft worden.

Welle der Entrüstung nach vorgezogenen Impfungen

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD).
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD).  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Der bekannteste Fall kam bisher aus Halle (Saale), wo am vergangenen Wochenende Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) einräumte, ebenso wie zehn Stadträte Halles bereits geimpft worden zu sein.

Die vorgezogenen Impfungen hatten eine Welle der Entrüstung ausgelöst und dem OB sogar mehrere Anzeigen eingebrockt. Am heutigen Freitag kam ein Sonderausschuss auf Forderung von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (58, SPD) in Magdeburg zusammen, um die Affäre aufzuarbeiten.

Die knappen Corona-Impfstoffe sollen nach den Prioritätengruppen der Impfverordnung zuerst an Hochbetagte und medizinisches Personal gehen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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