Sachsen-Anhalt erinnert an Opfer der Pogromnacht von 1938

Magdeburg - Mit Gedenkveranstaltungen wird am Mittwoch an vielen Orten in Sachsen-Anhalt an die Opfer der nationalsozialistischen Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnert.

Am Mittwoch wird an vielen Orten Sachsen-Anhalts an die Pogromnacht von vor 84 Jahren erinnert. (Archivbild)
Am Mittwoch wird an vielen Orten Sachsen-Anhalts an die Pogromnacht von vor 84 Jahren erinnert. (Archivbild)  © Arno Burgi/dpa

In Dessau-Roßlau etwa hat die Stadt zu einem Gedenken (15.00 Uhr) an die Zerstörung der Synagoge und an die ermordeten jüdischen Männer, Frauen und Kinder aus der Stadt eingeladen.

In der Marienkirche Dessau ist ein Programm mit Texten, Liedern und Musikstücken unter dem Titel "Lieder gegen das Vergessen" (17.00 Uhr) geplant.

In der Innenstadt von Halle gibt es im Anschluss an ein Gedenken am Mahnmal auf dem Jerusalemer Platz einen geführten Rundgang durch die Innenstadt, der an das Projekt "Jüdisches Leben in Halle" angelehnt ist.

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In Magdeburg ist eine Gedenkveranstaltung im Forum Gestaltung (17.00 Uhr) geplant mit einem anschließenden stillen Gedenkweg zum Synagogendenkmal.

Vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Magdeburg die Synagoge, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört.

Pogromnacht jährt sich zum 84. Mal

Im gesamten Deutschen Reich kam es zu Pogromen gegen Juden und Jüdinnen. Bei den Gewaltausschreitungen der SA- und SS-Angehörigen unter zentraler Leitung der NS-Führung wurden mehr als 1300 Menschen getötet und 30.000 Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

Etwa 7500 jüdische Geschäfte wurden demoliert, rund 1400 Synagogen und Gebetshäuser in Brand gesteckt.

Der planmäßigen Zerstörung jüdischer Einrichtungen folgte bald die systematische Vernichtung jüdischen Lebens in Europa.

Titelfoto: Arno Burgi/dpa

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