Sachsen-Anhalts Freibäder bereiten sich auf ungewisse Saison vor

Magdeburg/Halle - Die Corona-Pandemie lässt aktuell überall Menschen im Ungewissen zurück. Auch für die bevorstehende Freibad-Saison sind noch einige Fragen offen. Die Vorbereitungen laufen dennoch.

Im Nordbad in Halle wird schon fleißig das Becken vorbereitet. Die Aussichten für die kommende Saison sind indes noch ungewiss.
Im Nordbad in Halle wird schon fleißig das Becken vorbereitet. Die Aussichten für die kommende Saison sind indes noch ungewiss.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Trotz der ungewissen Lage bereiten sich die Freibäder in Sachsen-Anhalt auf die bevorstehende Saison vor.

"Leider gibt es noch keine Informationen von Bund und Land, wann wir Freibäder werden öffnen dürfen", teilte eine Sprecherin der Stadtwerke Halle mit. "Die Vorbereitungsarbeiten haben jedoch bereits begonnen und wir hoffen auf ein baldiges Signal."

In der Landeshauptstadt habe die Verwaltung knapp 80.000 Euro investiert, teilte ein Sprecher in Magdeburg mit. Das Geld sei in viele kleine Reparaturen, Malerarbeiten und Ausbesserungen der Duschen und Umkleiden geflossen. Zuletzt seien die Schwimmbecken vorbereitet worden.

Grundsätzlich wird für die bevorstehende Freibad-Zeit mit den Hygieneregeln aus dem vergangenen Jahr geplant. Unter anderem bedeutet das eine Limitierung der Gästezahlen und die Einhaltung des Mindestabstands. Dennoch blieben die Anlagen flexibel, um auf Änderungen oder neue Erkenntnisse reagieren zu können.

"Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr waren insgesamt positiv", hieß es aus Magdeburg.

Trotz Verlusten: Eintrittspreise sollen gleich bleiben

Die Öffnungsplanungen der Bäder laufen indes unter Berücksichtigung möglicher pandemiemäßiger Änderungen.
Die Öffnungsplanungen der Bäder laufen indes unter Berücksichtigung möglicher pandemiemäßiger Änderungen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Auch für die Bäder in Dessau-Roßlau wurde ein Hygienekonzept erstellt.

Dazu zählen unter anderem Abstandsregeln auf den Freiflächen und im Eingangsbereich. Gleichzeitig sei die Besucherzahl auf 500 Badegäste begrenzt worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Vorerst sei das auch für die kommende Saison geplant - die Umsetzung hänge aber von der kommenden Pandemieverordnung ab.

Der Start in den zwei kommunalen Einrichtungen - im Erlebnisbad Roßlau und dem Freizeitbad Rodleben - sei für den 15. Mai vorgesehen.

In Magdeburg ist der Start der neuen Saison ebenfalls für den 15. Mai geplant - unter Vorbehalt möglicher coronabedingter Einschränkungen.

Sowohl in Magdeburg als auch in Halle laufen gerade die Einstellungs- beziehungsweise Ausschreibungsverfahren für Saisonkräfte. Sorgen um ausreichend Personal machen sich die Betreiber den Angaben zufolge nicht.

Allerdings sorgte das vergangene Jahr für Verluste: 2020 seien nur rund die Hälfte der Besucherinnen und Besucher des Vorjahres in Halles Freibädern gewesen, teilte die Sprecherin der Stadtwerke mit. In Magdeburg habe der gesamte Bereich der Bäder - also sowohl die Schwimmhallen als auch die Frei- und Strandbäder - wegen der Pandemie Einnahmeverluste in Höhe von rund 110.000 Euro vermerkt. Zudem sei mehr Geld für die Umsetzung der Hygienepläne ausgegeben worden.

Die Eintrittspreise sollen dennoch in beiden Städten gleich bleiben.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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