Schaurig-schöne Tiere: Stark gefährdete Mopsfledermaus im Harz zu Hause

Wernigerode - Der Nationalpark Harz ist Lebensraum für seltene und stark gefährdete Fledermäuse. 

Die stark gefährdete Mopsfledernaus wurde im Odertal erstmals nachgewiesen. (Archivbild)
Die stark gefährdete Mopsfledernaus wurde im Odertal erstmals nachgewiesen. (Archivbild)  © Stefan Thomas/zb/dpa

Bei Kontrollen von 28 Winterquartieren seien zwischen Dezember 2018 und März 2019 insgesamt 241 Fledermäuse in 22 Quartieren gezählt worden, wie aus dem kürzlich erschienenen Tätigkeitsbericht 2019 der Nationalparkverwaltung in Wernigerode hervorgeht. 

238 Tiere konnten den Angaben zufolge zehn Arten zugeordnet werden, drei blieben unbestimmt. 

Unter den registrierten Arten waren auch Individuen der stark gefährdeten Mopsfledermaus, die wegen ihrer platten Nase und den eng zusammenstehenden Ohren so heißt. Im Odertal sei sie erstmals im Rahmen der Quartierkontrollen nachgewiesen worden.

Häufigste Art in dem Großschutzgebiet in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist nach Auswertung des Monitorings das Große Mausohr, gefolgt von Wasserfledermaus, Brandtfledermaus und Bartfledermaus.

Der lustige Name "Mopsfledermaus" kommt von der platten Nase und den eng zusammenstehenden Ohren. (Archivbild)
Der lustige Name "Mopsfledermaus" kommt von der platten Nase und den eng zusammenstehenden Ohren. (Archivbild)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Neben der Begutachtung der Winterquartiere seien Netzfänge, Detektorbegehungen und Kastenkontrollen Teil des Fledermausmonitorings, das durch Mitarbeiter der Parkverwaltung und von ehrenamtlichen Fachleuten umgesetzt werde.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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