Schwarzfahrer geht mit Axt und Hammer auf Bundespolizisten los!

Dessau - Ohne Fahrschein, dafür aber offensichtlich gut bewaffnet hatte sich am Donnerstag ein 40-Jähriger per Zug auf den Weg nach Dessau (Sachsen-Anhalt) begeben.

Die Waffen des Schwarzfahrers: Mit einem Hammer und einer Axt hatte er die Polizisten angegriffen und bedroht.
Die Waffen des Schwarzfahrers: Mit einem Hammer und einer Axt hatte er die Polizisten angegriffen und bedroht.  © Montage: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

Zwar kam er dort an, allerdings nicht ohne erwischt zu werden. Eine Zugbegleiterin hatte den Schwarzfahrer auf frischer Tat ertappt und - weil er offenbar bereits während der Fahrt Probleme machte - die Bundespolizei um Hilfe gebeten.

Nachdem die Bahn in Dessau eingetroffen war, übernahmen also die Beamten. Der 40-Jährige zeigte sich zunächst noch kooperativ. Als er jedoch seinen Ausweis zeigen sollte, schlug die Stimmung um.

Der Mann warf sich plötzlich auf den Boden und machte lautstark auf sich aufmerksam.

Damit jedoch nicht genug: Als die Ordnungshüter ihm daraufhin seine Bauchtasche abnahmen, um nach einem Ausweis zu suchen, warf er mit einem Hammer nach ihnen, den er in seiner Kleidung versteckt hatte.

40-Jähriger wurde bereits von der Staatsanwaltschaft gesucht

Die Beamten griffen schließlich zu Pfefferspray, um sich zu verteidigen. Bei einer anschließenden Durchsuchung stießen sie auf weitere Waffen, die der Mann mit sich führte.
Die Beamten griffen schließlich zu Pfefferspray, um sich zu verteidigen. Bei einer anschließenden Durchsuchung stießen sie auf weitere Waffen, die der Mann mit sich führte.  © Oliver Berg/dpa

Der Hammer verfehlte die Beamten glücklicherweise, doch die Gefahr war noch nicht gebannt. Der Schwarzfahrer zog eine Axt und bedrohte nun damit die Bundespolizisten. In diesem Moment sahen sie keine andere Möglichkeit mehr, als Pfefferspray einzusetzen.

Einen anschließenden Fluchtversuch des Mannes konnten sie unterbinden, indem sie ihn zu Boden brachten und fesselten.

Bei der anschließenden Überprüfung des 40-Jährigen stießen die Beamten noch auf eine Brechstange sowie zwei Küchenmesser.

Da der Schwarzfahrer durch das eingesetzte Pfefferspray verletzt worden war, kam er in ein Klinikum. Bei der Überprüfung der Personalien des Mannes stellte sich heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft Stendal gesucht wurde, die gegen ihn wegen der Androhung von Straftaten ermittelt.

Für den 40-Jährigen kommen nun nach Angaben der Bundespolizei Strafverfahren wegen des Erschleichens von Leistungen, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte dazu.

Titelfoto: Montage: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

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