Baumpflanzung als Startschuss: Weitere A14-Abschnitte werden gebaut

Stendal - Der Bau der A14-Nordverlängerung kommt voran.

Der Bau der Autobahnumfahrung Stendal soll am 9. September offiziell eingeläutet werden. (Symbolbild)
Der Bau der Autobahnumfahrung Stendal soll am 9. September offiziell eingeläutet werden. (Symbolbild)  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Am 9. September sollen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU) und Landesverkehrsminister Thomas Webel (67, CDU) bei Stendal einen Baum pflanzen und damit den Bau der Autobahnumfahrung Stendal offiziell einläuten, wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte.

Der Bauabschnitt von der Anschlussstelle Lüderitz bis Stendal-Mitte umfasst rund 13 Kilometer.

Eine Privatperson hatte den Baubeginn mit einer Klage zunächst verzögert, sich dann aber außergerichtlich mit der Planungsbehörde geeinigt. Das anschließende Stück bis Osterburg ist knapp 18 Kilometer lang. Hierfür liegt bereits seit 2017 bestandskräftiges Baurecht vor.

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Die insgesamt knapp 30 Kilometer lange Strecke wird in einem Zuge gebaut. Als größte Herausforderungen stehen drei Bahnquerungen sowie Brücken über die B188 und den Fluss Uchte an. In etwa drei Jahren soll zunächst das sechs Kilometer lange Stück bis Stendal-Mitte fertig sein.

Gebaut wird bereits seit 2018 am rund 15 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Tangerhütte und Lüderitz. Ende 2023 soll hier der Verkehr rollen. Die Arbeiten am rund neun Kilometer langen Abschnitt von Seehausen bis zur Landesgrenze laufen seit Ende 2020. Im Jahr 2025 soll diese Strecke, inklusive neuer Elbbrücke, fertig sein.

Umstrittener Bau der Autobahn soll schnellstmöglich abgeschlossen werden

Ein Teilstück der Autobahn 14 und eine Wildtier-Überführung zwischen den Anschlussstellen Colbitz und Tangerhütte.
Ein Teilstück der Autobahn 14 und eine Wildtier-Überführung zwischen den Anschlussstellen Colbitz und Tangerhütte.  © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Für das 17 Kilometer lange Zwischenstück von Osterburg bis Seehausen wurde im Dezember 2020 die Baugenehmigung erteilt.

Dagegen hat eine Umweltschutzorganisation geklagt. Auch gegen die Pläne für das 11,5 Kilometer lange Stück von Dahlenwarsleben bis Wolmirstedt wird vor dem Bundesverwaltungsgericht gestritten. Kläger ist hier eine Privatperson.

Der Lückenschluss der A14 zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin umfasst insgesamt 155 Kilometer. Baustart war 2011. Die 26 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern und die Hälfte der 32 Kilometer im Land Brandenburg sind bereits fertig.

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In Sachsen-Anhalt sind bislang zwischen den Anschlussstellen Wolmirstedt und Tangerhütte knapp 15 von insgesamt 97 geplanten Kilometern in Betrieb.

CDU, SPD und FDP wollen den teils umstrittenen Bau der restlichen Abschnitte schnellstmöglich abschließen, falls ihre Mitglieder der schwarz-rot-gelben Koalition zustimmen.

Titelfoto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

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