Studie: Kommunen in Sachsen-Anhalt bei verfügbarem Einkommen hinten

Magdeburg/Düsseldorf - Das Einkommensgefälle in Deutschland ist nach wie vor groß. Im bundesweiten Vergleich schneiden die Kommunen in Sachsen-Anhalt besonders schlecht ab. Alle Landkreise und Städte rangieren im unteren Bereich.

Das höchste verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in Sachsen-Anhalt gibt es im Landkreis Börde mit 21.830 Euro. (Symbolbild)
Das höchste verfügbare Pro-Kopf-Einkommen in Sachsen-Anhalt gibt es im Landkreis Börde mit 21.830 Euro. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Die durchschnittlichen verfügbaren Einkommen liegen in Sachsen-Anhalts Kommunen unter dem Bundesdurchschnitt.

Nahezu alle 14 Landkreise und kreisfreien Städte liegen im Ländervergleich im unteren Viertel, wie aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht.

Bundesweit lag das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen demnach im Schnitt bei 23.706 Euro.

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Mit 18.527 Euro landete die Stadt Halle als am schlechtesten platzierter Landkreis aus Sachsen-Anhalt auf Platz 399 von 401 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten.

Auch in Magdeburg (19.692 Euro) und dem Landkreis Stendal (19.988 Euro) lagen die verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen unter der Marke von 20.000.

Landesweit am höchsten war das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen den Angaben zufolge mit 21.830 Euro im Landkreis Börde.

Heilbronn mit fast doppeltem Einkommen als Landkreis Börde

Heilbronn ist bundesweiter Spitzenreiter mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 42.275 Euro. (Symbolbild)
Heilbronn ist bundesweiter Spitzenreiter mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 42.275 Euro. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Laut der Studie war Heilbronn bundesweit Spitzenreiter mit einem durchschnittlichen verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen von 42.275 Euro.

Auf Platz zwei folgte der Landkreis Starnberg mit 38.509 Euro. Bei den Schlusslichtern Gelsenkirchen und Duisburg lag das Pro-Kopf-Einkommen mit 17.015 Euro beziehungsweise 17.741 Euro nicht einmal halb so hoch.

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die WSI-Experten das Primäreinkommen, also die Summe der Einkommen aus Vermögen und Erwerbstätigkeit, minus Sozialbeiträge, Einkommensteuern, Vermögensteuern und sonstige direkte Abgaben.

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Im Ergebnis steht das am Wohnort verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, das für Konsum verwendet oder gespart werden kann.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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