Total-Raffinerie in Leuna will Ende 2022 kein russisches Erdöl mehr beziehen

Leuna - Die Total-Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt) will spätestens Ende 2022 ohne russisches Erdöl auskommen.

Die in Leuna ansässige Raffinerie des französischen Mineralöl-Konzerns Total will spätestens Ende 2022 komplett auf russisches Erdöl verzichten.
Die in Leuna ansässige Raffinerie des französischen Mineralöl-Konzerns Total will spätestens Ende 2022 komplett auf russisches Erdöl verzichten.  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Man wolle danach beispielsweise auf Öl setzen, das über die Ostseeterminals in die Pipelines eingespeist werde, sagte eine Konzernsprecherin am Mittwoch.

Das Öl stamme von den "internationalen Märkten". Nähere Angaben machte sie nicht.

Der französische Energie-Riese Total hat mit Blick auf den Ukraine-Krieg beschlossen, mit Ablauf dieses Jahres kein russisches Erdöl mehr kaufen zu wollen.

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Es würden keine neuen Verträge mehr geschlossen oder bestehende verlängert, hatte der Konzern am Dienstag mitgeteilt. Ein erster Vertrag, der auch Leuna betrifft, laufe bereits Ende März aus.

Die Raffinerie wird bislang über die "Druschba"-Pipeline mit russischem Öl versorgt.

Bereits zuvor hatte Total bekannt gemacht, kein russisches Erdöl mehr auf dem Spotmarkt, also kurzfristig, zu kaufen.

Titelfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

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