Verfahren ausgeweitet: Halles suspendierter Oberbürgermeister weiter unter Druck

Halle (Saale) - Das Landesverwaltungsamt hat sein Disziplinarverfahren gegen den bereits seit mehreren Monaten suspendierten Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand (64, parteilos), ausgeweitet.

Bereits seit mehreren Monaten ist Halles OB Bernd Wiegand (64, parteilos) suspendiert. Dieser Zustand könnte nun sogar noch etwas länger andauern.
Bereits seit mehreren Monaten ist Halles OB Bernd Wiegand (64, parteilos) suspendiert. Dieser Zustand könnte nun sogar noch etwas länger andauern.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Dabei gehe es um Vorwürfe des Verstoßes gegen tarif- und haushaltsrechtliche Vorschriften, teilte das Landesverwaltungsamt am Donnerstag mit.

Die Vorwürfe im Zusammenhang mit einer Personalangelegenheit resultierten aus einer Prüfung des Landesrechnungshofes im Jahr 2015. Sie seien erst nach Vorlage der betreffenden Akten durch die Stadt Halle in diesem Jahr festgestellt worden.

Das Landesverwaltungsamt prüfe zudem den Antrag von Wiegand zur Aufhebung seiner vorläufigen Dienstenthebung. Dabei seien auch die inzwischen gewonnenen Erkenntnisse aus Zeugenvernehmungen sowie die nun ausgedehnten Vorwürfe einzubeziehen, hieß es.

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Wiegand ist wegen einer Impf-Affäre seit mehreren Monaten von seinen Amtsgeschäften suspendiert. Auslöser war seine vorzeitige Impfung entgegen der festgelegten Impfreihenfolge und der Umgang mit Impfresten in den Impfzentren zu Beginn des Jahres.

Gegen Wiegand laufen neben dem Disziplinarverfahren auch staatsanwaltliche Ermittlungen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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