Was wird aus Mifa-Fahrradwerk? Insolvenzverwalter will bis Monatsende Investor finden

Magdeburg - Nach der dritten Insolvenz binnen weniger Jahre im Mifa-Fahrradwerk in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) soll bis Monatsende ein neuer Investor feststehen.

Die Sachsenring Bike hatte bereits Mitte November Insolvenz angemeldet.
Die Sachsenring Bike hatte bereits Mitte November Insolvenz angemeldet.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Derzeit liefen Gespräche mit mehreren Interessenten, die noch im Januar erfolgreich abgeschlossen werden sollten, sagte eine Sprecherin des Insolvenzverwalters Philipp Hackländer auf Anfrage.

Parallel dazu ruhe die Produktion. Es seien 15 Beschäftigte der Sachsenring Bike im Vertrieb, Versand und Lackiererei im Einsatz, hieß es. Die restlichen mehr als 100 Mitarbeiter seien über Leistungen der Agentur für Arbeit abgesichert.

Die Sachsenring Bike hatte Mitte November Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Halle hat am 1. Januar 2021 das entsprechende Hauptverfahren eröffnet.

Für den Nachfolger des Unternehmens Mifa mit mehr als 110-jähriger Fahrradbau-Tradition ist die Insolvenz bereits die dritte Pleite in sechs Jahren.

Der Coburger Unternehmer Stefan Zubcic hatte die Fahrradfertigung im Süden Sachsen-Anhalts 2017 aus der Pleite heraus übernommen, und den traditionsreichen Namen Mifa durch den bekannten Herstellernamen des DDR-Autos Trabant, Sachsenring, ersetzt.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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