"Weisser Ring" fordert: Anschlagsopfer von Halle brauchen weiter Unterstützung

Halle (Saale) - Der Hilfeverein "Weisser Ring" hat mehr Unterstützung und Sensibilität für die Opfer des Anschlags von Halle gefordert.

Der "Weisse Ring" fordert mehr Unterstützung und Sensibilität für die Opfer des Anschlags von Halle im vergangenen Jahr. (Symbolbild)
Der "Weisse Ring" fordert mehr Unterstützung und Sensibilität für die Opfer des Anschlags von Halle im vergangenen Jahr. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa

Die Erinnerung an die schreckliche Tat vom 9. Oktober 2019 sei bei Betroffenen, Angehörigen und Zeugen nach wie vor präsent und werde auch ein Leben lang bleiben, sagte eine Sprecherin der Opferschutzvereinigung in Sachsen-Anhalt am Mittwoch.

Den Angaben nach wurden noch nicht alle Ansprüche, die Opfern einer solchen Tat zustehen, gewährt. Die Sprecherin appellierte an die Gesellschaft, Behörden und Kassen, beantragte Hilfen schnell zu ermöglichen.

Der "Weisse Ring" hat in Sachsen-Anhalt nach eigenen Angaben bisher 36 Opfer betreut und rund 31.000 Euro für deren Hilfe eingesetzt. 

Zudem seien rund 30.000 Euro an Spenden eingegangen, um Betroffenen zum Beispiel einen Rechtsbeistand, eine Therapie oder medizinische Rehabilitation zu ermöglichen.

Vor einem Jahr hatte ein schwer bewaffneter Attentäter versucht, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in die Synagoge in Halle einzudringen. Als ihm das nicht gelang, erschoss er davor eine 40 Jahre alte Passantin und in einem nahen Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Gast. Auf seiner Flucht verletzte der Attentäter zahlreiche weitere Menschen, ehe er von der Polizei gefasst wurde.

Vor dem Oberlandesgericht läuft der Prozess gegen den 28 Jahre alten Stephan Balliet. Er ist wegen zweifachen Mordes und 68-fachen versuchten Mordes angeklagt. Der Deutsche hat die Taten eingeräumt.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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